Mo., 13.11.2017

Bürgerstiftung organisiert Radfahrkurs / Auf dem Von-Galen-Schulhof geübt / Beitrag zur Integration Flüchtlingsfrauen werden mobiler

Bürgerstiftung organisiert Radfahrkurs / Auf dem Von-Galen-Schulhof geübt / Beitrag zur Integration: Flüchtlingsfrauen werden mobiler

Das Abschlussfoto zeigt einige der Teilnehmer des Kurses „Radfahren lernen“ sowie Personen aus dem Organisations- und Unterstützungsteam: Theo Heenen (3.v.l.), Carina Osterkamp (6.v.l.), Sarah Möllers (7.v.l.) und Reinhild Musholt (3.v.r.). Foto: az

Gescher. Frauen aus Flüchtlingsfamilien können vielfach nicht Rad fahren. Sie sind damit weniger mobil und zum Beispiel als Frau im traditionellen islamischen Rollenbild umso mehr auf „zu Hause“ festgelegt. Eine Erfahrung, die die Mitarbeiter des Bunten Hauses immer wieder machen. Vor diesem Hintergrund organisierte die Bürgerstiftung in Kooperation mit dem Bunten Haus nach den Sommerferien einen Kurs „Radfahren lernen“ für Frauen aus Flüchtlingsfamilien.

Von Allgemeine Zeitung

Sieben Frauen, zum Teil mit ihren Kindern, haben nun einen solchen Kurs auf dem Schulhof der Von-Galen-Schule absolviert. Einige brachten schon eigene Fahrräder und ein wenig Übung mit. Andere bekamen Leihräder aus der Fahrradwerkstatt des Bunten Hauses zur Verfügung gestellt.

Auf einem Roller oder auf Rädern ohne Pedale laufend galt es zunächst, ein Gefühl für die Balance auf dem Rad zu entwickeln. Dieses fiel den Erwachsenen erfahrungsgemäß wesentlich schwerer als den Kindern. Und dann ging es auf die Räder, zunächst noch wackelig, aber zunehmend sicherer, auch im Parcours.

Schon das sichere Auf- und Absteigen wie auch das spontane Bremsen waren gar nicht so leichte weitere Übungen. Winkend die Hand vom Lenker nehmen – als Vorstufe fürs Handausstrecken – war der Einstieg für einige Übungen zum Verhalten im Straßenverkehr. Insbesondere in diesem Bereich konnte Reinhild Musholt fachkundig den Kurs unterstützen. Und natürlich ging´s auch um Verkehrsschilder: Hier hatten die Kursbegleiter die wichtigsten Schilder in Arabisch und Englisch ausgedruckt und erklärt. Besondere Aufmerksamkeit galt den Rädern selbst: Es gab eine Menge zu schrauben und zu pumpen, ob bei der Sattel- und Lenkereinstellung oder bei Licht und Luftdruck.

Zum Abschluss startete die Gruppe zu einer kleinen Fahrradtour mit Einkehr auf einen Kaffee. Auf dem Weg zeigten die Teilnehmer ihr Können und lernten gleichzeitig noch das richtige Verhalten im Kreisverkehr. Verabschiedet wurden die Teilnehmer mit der Aufforderung: Üben, üben, üben!

Die Organisatoren Theo Heenen und Claudia Strotmann – unterstützt von Carina Osterkamp, Sarah Möllers, Reinhild Musholt und Monika Ubbenhorst – erlebten großes Interesse, Dankbarkeit und viel Eifer bei den Teilnehmern. Das Zusammentreffen an sich, das zunehmend vertrauter werdende Miteinander und die große Freude am Erfolg waren für alle eine Bereicherung und sicherlich ebenfalls ein kleiner Schritt in Richtung Integration, heißt es in einer Pressemitteilung der Bürgerstiftung Gescher.

Erste vorbereitende Überlegungen zu einem Nachfolgekurs im Frühjahr greifen in diesem Zusammenhang zugleich Anregungen des Stifterforums vom Oktober auf, das Thema Radfahren, Integration und Sicherheit im Straßenverkehr weiter zu verfolgen.

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