Fr., 05.01.2018

M:LW Festival Philharmonie beschert Musikgenuss auf höchstem Niveau / Neujahrskonzert im Theater- und Konzertsaal Mit Melodien von Johann Strauß ins Jahr gestartet

M:LW Festival Philharmonie beschert Musikgenuss auf höchstem Niveau / Neujahrskonzert im Theater- und Konzertsaal: Mit Melodien von Johann Strauß i...

Einen wunderschönen Klassikabend bescherte das Orchester unter der Leitung von Martin Panteleev dem Publikum in Gescher. Foto: az

Gescher. Glanzvoll begrüßte das Orchester der M:LW Festival Philharmonie unter der Leitung des Bulgaren Martin Panteleev das neue Jahr mit seinem Neujahrskonzert im fast ausverkauften Theater- und Konzertsaal in Gescher. Dazu gehörte auch die mehrsprachige Begrüßung der Orchestermusiker, die aus 19 Nationen stammen. Dirk Klapsing, Intendant der musik:landschaft westfalen, stellte sie einzeln vor, sodass die Musiker den Neujahrsgruß in ihrer Landessprache formulieren konnten.

Von Elvira Meisel-Kemper

Klapsing, der seit zehn Jahren anspruchsvolle Konzerte an Orten im Münsterland veranstaltet, freute sich am Donnerstagabend über die fünfjährige Kooperation mit diesem Orchester, das überwiegend aus osteuropäischen und asiatischen Musikern besteht. „Seit zehn Jahren sind wir unterwegs, um klassische Musik aufs Land zu bringen. Das verdanken wir auch unseren Sponsoren“, so Klapsing, der nach dem Lob Thomas Kerkhoff, Bürgermeister von Gescher, mit der Zusage der Verbesserung der Ton- und Lichttechnik in die Pflicht nahm.

Zahlreiche Melodien von Johann Strauß (Sohn) schmückten das Konzert in Anlehnung an die Tradition der Wiener Neujahrskonzerte. Mit der Interpretation der Ouvertüre zur Operette „Die Fledermaus“ legte das Orchester gleich zu Beginn des Konzerts seine hohen Maßstäbe virtuoser Konzertmusik offen. Die abwechslungsreiche Dynamik der Ouvertüre lebte aus dem Wechsel von feinsinnigen Solostimmen der Oboe zum Orchester, das erst in den Walzerpassagen die ganze Bandbreite seiner Klangfarben entfaltete.

„Wir sind mit einer der virtuosesten und schwierigsten Ouvertüren von Johann Strauß gestartet“, atmete Panteleev durch nach dem Applaus für diese Meisterleistung. Die Tritsch-Tratsch-Polka gehörte zu den ebenfalls bekannten Werken von Strauß. Das Orchester interpretierte das temporeiche Stück mit lebhafter Leichtigkeit, während die Percussionisten mit punktuell gesetzten Einlagen witzige Elemente einstreuten.

Strauß komponierte allerdings auch zahlreiche Märsche. Der Russische Marsch war Zar Alexander III. gewidmet, während er den persischen Marsch für den damaligen persischen Schah Nasir-ad-Din Imperal komponierte.

Jozsef Lendvay, ungarischer Violinist, bereicherte das Konzert als Solist. Er entlockte seiner Stradivari in der Komposition des Ungarischen Tanzes No. 11 von Johannes Brahms und in den Zigeunerweisen op. 20 des Spaniers Pablo de Sarasate ungewöhnliche Interpretationen, die selbst Panteleev in Staunen versetzte. „Als Geiger kann ich nur sagen, das ist für andere unspielbar, was Jozsef Lendvay da gespielt hat“, lobte Panteleev. Lendvay kam ohne eine Solozugabe von Paganini nicht von der Bühne.

„An der schönen blauen Donau“ und – als unvermeidliche Zugabe – der Radetzky-Marsch von Johann Strauß (Sohn) rundeten das Konzert ab und entzündeten einmal mehr den tosenden Applaus des Publikums im Theater- und Konzertsaal.

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