Di., 30.01.2018

Kunsthalle Hense soll am 17. März eröffnen / Umbau läuft Viel Platz für zeitgenössische Kunst

Kunsthalle Hense soll am 17. März eröffnen / Umbau läuft : Viel Platz für zeitgenössische Kunst

Der Galeriebereich gewinnt durch mehr Tageslicht, weil Holzplatten vor einigen Fenstern entfernt worden sind. Foto: az

Gescher. Von der Galerie blickt Frank Hense hinunter in die Haupthalle des ehemaligen Kutschenmuseums: „Ich freue mich riesig auf das, was hier entsteht“, sagt der Pächter der städtischen Immobilie. Er realisiert hier ein Museum für zeitgenössische Kunst, will hier unter anderem Ausschnitte seiner Sammlung zeigen. „Kunsthalle Hense“ heißt die Einrichtung, die am 17. März im Beisein vieler Gäste eröffnet werden soll. Schon jetzt lässt sich erahnen, wie sich die Räumlichkeiten künftig präsentieren – Trockenbauer haben ganze Arbeit geleistet und neue Wände gesetzt. So entsteht zusätzliche Hängefläche für Kunst. Mit viel Herzblut setzt der Pächter ein Konzept um, das ins Umland ausstrahlen soll. Hense: „Das bringt einen echten Mehrwert für Gescher.“

Von Jürgen Schroer

Noch ist die künftige Kunsthalle eine Großbaustelle. Alles wird renoviert und „aufgehübscht“. An der Längsseite ist eine deckenhohe Wand entstanden, die nur im Mittelbereich – vis-à-vis der Terrassentür – unterbrochen ist und den Blick von oben in die Haupthalle erlaubt. Auch an der Fensterseite gibt es neue, hintergehbare Wände. Den flacheren Nordtrakt will Hense als Werkbereich für kunstpädagogische Angebote und Videoprojektionen nutzen. Die ehemalige Küche ist abgebaut und wird zum Lager. Elektrische Rollos an der Südseite sollen die Exponate gegen Sonnenlicht schützen.

Begeistert ist Hense von der neuen Wirkung der Galerie. Hier fällt mehr Tageslicht ein, weil einige mit Holzplatten verschlossene Fenster geöffnet worden sind. Auf der anderen Seite bleibt die Galerie-Brüstung vor der neuen Wand erhalten, sodass hier auch Skulpturen gestellt werden können. An der Kopfseite der Galerie ist durch eine mittige Wand ein Rundgang entstanden. Hense: „Hier kann ich mir gut ein kleines Grafikkabinett vorstellen.“

Seit frühester Jugend interessiert sich Hense für Kunst. „Ich habe mit dem Gedanken gespielt, Kunst zu studieren“, erzählt der 50-Jährige. Am Ende entschied er sich für einen technisch-kreativen Bereich (Maschinenbau) und machte Kunst zum Steckenpferd. Auf Kunstmessen, in Galerien und als Mitglied von Kunstvereinen entdeckt Hense die Kunst, die ihm gefällt. Seine Sammlung umfasst mittlerweile über 600 Exponate.

Eine Stahlplatte mit hinterleuchteter Schrift weist künftig den Weg zur „Kunsthalle Hense“. Über eine Internetseite können Termine und Führungen gebucht werden. Konzeptionell sind die Dinge im Fluss, Hense sieht einen „Strauß an Möglichkeiten“, wie das Museum mit Leben gefüllt und zum Anziehungspunkt für Kunstfreunde werden kann. Kulturelle Veranstaltungen wie Lesungen oder Konzerte sollen hier weiterhin stattfinden können – „aber keine Partys“, schränkt Hense ein. Über museumspädagogische Angebote sollen auch Kinder/Schüler an Kunst herangeführt werden. Träger der Einrichtung ist die Kunsthalle Hense gGmbH – die Anerkennung der Gemeinnützigkeit habe das Finanzamt bereits in Aussicht gestellt. Für den Museumsbetrieb, so Hense, seien Spenden und Sponsoring sehr wichtig.

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