Fr., 02.02.2018

Kindergarten St. Marien: Lisa Reers übernimmt Leitung / Waltraud Bönning geht in den Ruhestand „Freue mich auf neue Aufgabe“

Kindergarten St. Marien: Lisa Reers übernimmt Leitung / Waltraud Bönning geht in den Ruhestand: „Freue mich auf neue Aufgabe“

Neue Leiterin des Marien-Kindergarten wird Lisa Reers (l.). Sie folgt auf Waltraud Bönning, die den Kindergarten an der Twente eineinhalb Jahre geleitet hat und zuvor von 1974 bis 2016 im ehemaligen Pankratius-Kindergarten tätig war. Foto: Jürgen Schroer

Gescher. Viele Jahre ihres Lebens hat Waltraud Bönning im alten Pankratius-Kindergarten verbracht – zunächst als Kind, später als Erzieherin und Leiterin der Einrichtung am Kirchplatz. Die letzten eineinhalb Jahre ihres Berufslebens hat die 62-Jährige den Kindergarten St. Marien geleitet. „Nun freue ich mich auf den nächsten Lebensabschnitt“, sagt die Gescheranerin. Am Donnerstag (1. 2.) hat für sie die passive Phase der Altersteilzeit begonnen. Ihre Nachfolgerin steht fest: Lisa Reers wird die Leitung des Marien-Kindergartens übernehmen, sobald ihre jetzige Stelle am Goretti-Kindergarten neu besetzt ist. „Das Bewerbungsverfahren läuft“, so Inge Schnieder, Verbundleiterin der katholischen Kindergärten in Gescher.

Von Jürgen Schroer

Dass auf dem Grundstück am Kirchplatz ein KiTa-Neubau entsteht, findet Frau Bönning toll. „Da gehört einfach ein Kindergarten hin“, findet sie. Schwierig für sie waren die Schließung des altes Pankratius-Kindergartens Mitte 2016 und der unlängst erfolgte Abriss des Gebäudes. „Da hängen so viele Erinnerungen dran“, blickt die Gescheranerin zurück. Bis 1960 hat sie die seinerzeit vierzügige Einrichtung als Kind besucht. Schwester Brigitte war die Leiterin. „Damals gab es eine Erzieherin für eine Gruppe mit 40 Kindern“, schmunzelt Waltraud Bönning. Etwas besser war der Personalschlüssel, als sie 1974 im Kindergarten anfing – eineinhalb Kräfte kümmerten sich um 32-köpfige Gruppen. Im Laufe der Jahre veränderten sich die Rahmenbedindungen und pädagogischen Konzepte, wurden besser. „Man kann Kindern heute anders entsprechen als früher“, weiß die Erzieherin.

Von 1987 bis zur Schließung 2016 leitete Waltraud Bönning den Pankratius-Kindergarten und übernahm dann für eineinhalb Jahre die Leitung der Marien-KiTa. Hier betreuen elf Kräfte insgesamt 68 Kinder im Alter von 2 bis 6 Jahren. In dieser Phase hat sich die Kita konzeptionell neu ausgerichtet, ist zum sogenannten Werkstatt-Kindergarten geworden. „Das bedeutet, dass wir auf die Selbstbildungskräfte der Kinder setzen“, erläutert Inge Schnieder. Klassische Gruppenräume gibt es nicht mehr, stattdessen gibt es Bereiche für Kreativität („Atelier“), Rollenspiel, Bauen oder Bewegung. Für die angehenden Schulkinder ist ein Extraraum vorhanden. Im KiTa-Alltag entscheiden die Kinder aus eigenem Antrieb, was sie machen möchten, allein oder mit anderen Kinder zusammen. Dieser offene Ansatz biete die „größtmögliche Bildungschance“.

Auf dieses pädagogische Konzept setzt auch Lisa Reers, die zurzeit noch Vollzeit in Maria Goretti arbeitet, aber schon mehrfach in St. Marien „hineingeschnuppert“ und das Team kennengelernt hat. „Ich freue mich auf die neue Herausforderung“, sagt die Erzieherin, deren Stelle künftig neben der Leitungsfunktion auch pädagogische Stunden vorsieht. Und Pfarrer Hendrik Wenning ist froh, dass sich für die KiTa ein reibungsloser Übergang abzeichnet.

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