Fr., 09.02.2018

Ende 2017 haben 195 Personen Leistungen bezogen / Stadt denkt über Aufgabe von Wohnungen nach Raumbedarf für Flüchtlinge sinkt

Ende 2017 haben 195 Personen Leistungen bezogen / Stadt denkt über Aufgabe von Wohnungen nach: Raumbedarf für Flüchtlinge sinkt

Der Wohncontainer an der Von-Galen-Straße zählt zu den Objekten im Eigentum der Stadt Gescher, die für die Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung stehen. Foto: Jürgen Schroer

Gescher (js). Deutlich entspannt hat sich die Flüchtlingssituation in Gescher. Mit Stand Ende 2017 seien 195 Personen im Leistungsbezug, berichtete Uphues-Vertreter Walter Alfert im Ausschuss für Generationen, Familie, Bildung, Kultur und Sport. Davon fielen 93 Personen unter das Asylbewerberleistungsgesetz, 102 seien im Rechtskreis SGB II (Hartz IV) angesiedelt. In dieser Gruppe seien wiederum 44 sogenannte Bedarfsgemeinschaften zu verzeichnen.

Von Jürgen Schroer

Im Januar sollten Gescher ursprünglich 15 weitere Flüchtlinge zugewiesen werden, tatsächlich gekommen sind sechs – alle mit Bleiberecht. Somit habe sich die Zahl der Leistungsempfänger im SGB II-Bereich auf 108 erhöht. Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise, Anfang 2016, waren in Gescher 332 Personen untergebracht, erinnerte Alfert.

Durch die Anerkennung von Asylbewerbern und den damit verbundenen Rechtskreiswechsel sei die Zahl der Bedarfsgemeinschaften in Gescher stark gestiegen, seit Mitte 2017 aber wieder rückläufig. Das hänge mit Wegzügen zusammen oder damit, dass Betroffene Arbeit gefunden und somit ein eigenes Einkommen hätten. 2017 habe es zehn Abschiebungen und zwölf freiwillige Ausreisen gegeben.

Zur Unterbringung von Flüchtlingen verfüge die Stadt Gescher über 21 angemietete Wohnungen und Häuser. Hinzu kämen drei Objekte im Eigentum (Feldstraße 20, Tungerloh-Pröbsting 17 und der Wohncontainer Von-Galen-Straße). Aktuell seien hier 134 Plätze frei (ohne die Don-Bosco-Turnhalle). Mit Blick auf die freien Kapazitäten wolle die Stadt einige Wohnungen wieder aufgeben, kündigte Alfert an.

Wie berichtet, sind im Haushalt 2018 Mittel für eine halbe Sozialarbeiterstelle für die Betreuung der Flüchtlinge eingestellt worden. Die entsprechenden Leistungen sollen bei freien Trägern „eingekauft“ werden. Wie Alfert im Fachausschuss weiter mitteilte, hätten sechs von neun angefragten Trägern Interesse bekundet. Sobald es eine Rückmeldung des Kreises zum städtischen Haushalt gebe, könne eine Ausschreibung erfolgen. Wenn dann Klarheit über inhaltliche Leistungen und Kosten bestehe, könne eine Entscheidung über das weitere Vorgehen getroffen werden.

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