Mi., 14.02.2018

Nicht nur ein Ort zum Ausleihen / Leser bleiben gedrucktem Buch treu / Hit 2017: „Thermomix“-Titel In der Bücherei gibt es auch Tricks

Nicht nur ein Ort zum Ausleihen / Leser bleiben gedrucktem Buch treu / Hit 2017: „Thermomix“-Titel: In der Bücherei gibt es auch Tricks

Auch Zaubereien erleben Besucher. Foto: Archiv

Gescher. Für Rüdiger Lerche ist der Trend klar: „Büchereien sind nicht nur zum Bücherausleihen da“, sagt der Leiter der Stadtbücherei St. Pankratius.

Von Viola ter Horst

Sie seien immer mehr auch Lernorte und Informationszentren. Gescher sei da auf auf einem guten Weg: „Die Besucherzahlen bleiben konstant und bei den Neuanmeldungen ist sogar eine Steigerung von 25 Prozent zu beobachten“, so Lerche.

Und die kamen nicht nur zum Ausleihen von Büchern, sondern auch, um sich Lesungen anzuhören oder an Workshops teilzunehmen. Oder um Zauberern und ihren Tricks zuzusehen. „Wir wollen einen Treffpunkt bieten“, veranschaulicht Lerche, wohin die Reise geht, um vor dem Hintergrund von Internet und Digitalisierung in Zukunft bestehen zu können.

Mit den Ergebnissen des vorigen Jahres zeigt sich Lerche zufrieden. Die Ausleihen liegen zwar auf leicht fallendem Niveau, „aber heutzutage schaut man weniger darauf als auf die Anzahl an Besuchern. Und die entwickelt sich ja positiv“, sagt er.

Bücher und Zeitschriften, so verraten die Zahlen von 2017, blieben auf konstantem Niveau bei den Ausleihen. 64 294 Ausleihen zählte das Büchereiteam, 64 964 waren es 2016. Bei den „Non-Book-Medien“ wie CDs, DVDs und Spielen hingegen fielen die Zahlen. 39 603 Ausleihen waren es 2017, gegenüber 42 475 in 2016.

Bei den e-Medien erfährt die Bücherei steigende Zahlen. Der virtuelle Bestand lag bei 1558 Titeln in 2017, 1449 waren es 2016.

Bei den Kinder- und Jugendbüchern ist ein Aufwärtstrend zu beobachten, ebenso bleiben Romanleser dem gedruckten Buch treu.

Auch Konsolenspiele werden vermehrt ausgeliehen, der Einbruch bei DVDs ist nicht wie vermutet gekommen, wohl aber bei Musik-CDs (von 4625 in 2016 auf 3538 in 2017).

Jeder Roman wurde im Schnitt dreimal im vorigen Jahr ausgeliehen, jedes Spiel sogar sechsmal.

Und was waren die Hits? Lerche schmunzelt. „Thermomix“, sagt er. Die 26 Ausgaben diverser Thermomix-Zeitschriften hätten 328 Ausleihen erfahren. Ebenso gefragt seien Medien über den Tiptoi-Stift. Bei den Romanen hatte „Ziemlich beste Küsse“ von Janet Evanovich die meisten Leseratten.

44 592 Besucher hatte die Bücherei 2017 (2016: 45 439), 2117 aktive Leser (2091) und 304 Neuanmeldungen (244).

14 Führungen für Schulklassen und 21 für Kindergärten, „frauzeit-Literaturtreff“, Sommerleseclub, Lesungen, Kunstworkshop und Schreibwerkstatt zählten zu den Aktivitäten. Dazu Nacht der Bibliotheken, Zaubershow und weitere Veranstaltungen. 1834 Stunden waren Ehrenamtliche im Einsatz.

Den Leseclub soll es in diesem Jahr im Sommer erneut geben, zudem steht als ein weiterer Höhepunkt eine Autorenlesung mit Joachim Friedrich an. Ansonsten: „Viele Veranstaltungen ergeben sich noch“, sagt Lerche.

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