Do., 12.04.2018

Gescher Service für Anlieferer optimiert

Gescher: Service für Anlieferer optimiert

Freuten sich über die Eröffnung des gemeinsamen Wertstoffhofes für Gescher, Velen und Kreis Borken (v.l.): EGW-Geschäftsführer Peter Kleyboldt, Geschers Bürgermeister Thomas Kerkhoff, Velens Bürgermeisterin Dagmar Jeske und Hubert Grothues (Kreisvorstand). Foto: Jürgen Schroer

Gescher. Genau 2384 Gescheraner haben im ersten Quartal 2018 Sperrmüll oder Grünabfälle zum Wertstoffhof in Estern gebracht – im gesamten Jahr 2017 waren es nur rund 4000. Hier wirkt sich ein Systemwechsel aus, den die Stadt Gescher vollzogen hat: Seit Jahresanfang ist auch für die Gescheraner die Abgabe dieser Stoffe kostenlos. Hinzu kommt: Der gemeinsame Wertstoffhof für die Städte Gescher und Velen und den Kreis Borken ist seit Februar erweitert und optimiert worden. Rund 150 000 Euro hat die Entsorgungsgesellschaft Westmünsterland (EGW) investiert. „Hier ist ein sichtbares Zeichen für den Umweltschutz entstanden“, freute sich EGW-Geschäftsführer Peter Kleyboldt gestern bei der Eröffnung. Und Bürgermeister Thomas Kerkhoff sprach von einem „in sich stimmigen System“.

Von Jürgen Schroer

Seit 1997 besteht der Wertstoffhof am Standort in Estern. Bislang war die Einrichtung für Gescher und Velen getrennt aufgrund unterschiedlicher Abrechnungsmodalitäten. Seit dem Jahresanfang gilt auch für Gescher die Umstellung vom Hol- auf ein Bringsystem mit kostenloser Abgabemöglichkeit von Grünabfall, Sperrmüll etc. Um mehr Service und verbesserte Abläufe zu ermöglichen, hat die EGW die Fläche des Wertstoffhofes um 1500 auf circa 4500 Quadratmeter erweitert. Lästiges Rangieren und Drehen vor den Schüttboxen entfällt, ab sofort besteht hier eine Rundfahrmöglichkeit. Die Bauarbeiten haben im Februar begonnen und sind jetzt weitgehend abgeschlossen. Während der Baumaßnahmen war der Wertstoffhofbetrieb durchgehend gewährleistet – nur für die Säuberung der Fläche und die Aufstellung der Container war nach Ostern für einen Tag geschlossen. Feinheiten wie die Beschilderung folgen noch.

In Velen sei die Zufriedenheit mit dem Bringsystem nach Estern sehr hoch, stellte Bürgermeisterin Dagmar Jeske fest. Kerkhoff zeigte sich überzeugt, dass dies auch in Gescher der Fall sein werde – das neue Angebot sei unkompliziert und bürgerfreundlich. Allerdings sei aufgrund höherer Abfallmengen auch mit steigenden Gebühren zu rechnen.

An der Einfahrt zum Wertstoffhof wird weiterhin festgehalten, woher die Anlieferer kommen. Die Abrechnung der Kosten erfolgt später über die Anzahl der Anlieferer je Kommune. EGW-Mitarbeiter stehen Bürgern mit Rat und Tat zur Seite. Wer keine Transportmöglichkeit hat, kann seinen Sperrmüll gegen Gebühr (50 Euro) abholen lassen.

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