Gescher
Spielerisch lernen und loslassen

Gescher. Hochkonzentriert schaut der kleine Johann, als er die letzte Blume in die große Vase stellt, die Tanja Ening vor der Marienskulptur im Andachtsraum im Turm der ehemaligen Marienkirche platziert hat. Zuvor haben die Kleinkinder der Igel-Loslassgruppe ein Lied angestimmt. Gebannt schauen sie dabei auf Gruppenleiterin Tanja Ening und ahmen ihre Bewegungen nach: Alle Hände strecken sich nach oben oder in die Weite: „So groß ist Gottes Liebe“, singen sie.

Donnerstag, 17.05.2018, 08:04 Uhr

Gescher: Spielerisch lernen und loslassen
Blumen brachten am Mittwochmorgen die Kinder der Loslassgruppe von Tanja Ening im Wonnemonat Mai vor die Marienskulptur in der Kapelle im Turm der ehemaligen Marienkirche. „Dafür, dass wir beziehungsweise das Katholische Bildungswerk als Veranstalter die Räume im Turm der Kirche nutzen dürfen, sind wir sehr dankbar“, sagt Ening. Foto: Helene Wentker

Mit Beginn der Sommerferien wird die Loslassgruppe auseinandergehen, denn die Kleinen werden bald eine Kita besuchen. Doch andere Kinder zwischen zwei und drei Jahren können nachrücken. Ein neues Gruppenangebot starte sie nach den Sommerferien, stellt Erzieherin Tanja Ening in Aussicht. Unter dem Dach des Katholischen Bildungswerkes (kbw) leitet die Gescheranerin diese Gruppen seit zwölf Jahren.

Die Zahl der Loslassgruppen nehme ab, berichtet Ening, seit die Kinder deutlich früher als in der Vergangenheit in die Kitas aufgenommen würden. Trotzdem entscheiden sich einige Eltern weiterhin auch für das Loslassgruppen-Angebot. Es bietet die Chance, die Kleinen in einem Kreis von acht bis zehn Kindern spielerisch einmal wöchentlich auf den Kindergartenalltag vorzubereiten. (Bisher mittwochmorgens im Turm der Marienkirche. Eine zweite Gruppe trifft sich freitagnachmittags im Marienkindergarten). In der Gemeinschaft mit anderen Kindern knüpften sie erste soziale Kontakte, lernten altersgerechte Regeln kennen und übten, sich schrittweise für eine kurze Zeit von den Eltern zu lösen, erläutert Ening.

Dass das kbw für dieses Angebot seit Januar auch Räume im Turm der Marienkirche nutzen darf, freut die Erzieherin sehr. Diese habe man mit altersgerechten Spielmaterialien – auch ein Bällchenbad fehlt nicht – ausgestattet. Und der „Stundenplan“ weist bereits auf den Kita-Alltag hin: Kreative Spiele zur Sinneswahrnehmung fehlen ebenso wenig wie Bewegungsstationen, Stuhlkreis mit Fingerspielen oder Singen. Unterstützt wird Ening jede Woche von einer der Mütter der Gruppenkinder: „Das geht reihum“, so die Erzieherin.

Wer sein Kind für dieses Angebot anmelden oder mehr erfahren möchte, kann sich mit Tanja Ening (Tel. 02542/ 956399) oder dem kbw (Tel. 02542/ 878 9622) in Verbindung setzen.

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