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So., 10.06.2018

Gescher „Schaut auf eure inneren Kräfte“

Gescher: „Schaut auf eure inneren Kräfte“

Proppenvoll war die St.-Pankratius-Kirche zur Firmung von 116 Firmlingen durch Bischof Genn. Foto: az

Gescher (sk). Mit dem Geläut der beiden Gescheraner Kirchtürme ist Bischof Dr. Felix Genn am Sonntagmorgen in der Glockenstadt begrüßt worden. Anlass für seinen Besuch war die Firmung von 116 Jugendlichen der Pfarrgemeinde St. Pankratius und St. Marien.

Von Franz-Josef Schulenkorf

Zum Begrüßungskomitee am Haller Weg gehörten Pastor Jacob, die Vorsitzende des Pfarreirates Ute Kröger-Schlemmer und der erste Bürger der Stadt; Bürgermeister Thomas Kerkhoff. In einer Kutsche wurde der Bischof sodann in die Stadt gefahren. In der Gartenstraße stand dem Bischof ein großer Empfang bevor. Sämtliche Schützenvereine, sowie die kirchlichen Vereine und Verbände waren mit Fahnenabordnungen und dem Vorstand angetreten, um dem Bischof einen würdigen Empfang zu bereiten. „Ich bin einfach nur perplex über eine solche Begrüßung“, stellte Genn fest, bevor er überhaupt Pfarrer Hendrik Wenning und seine Glaubensbrüder begrüßen konnte. „Die ganze Stadt Gescher freut sich und heißt Sie herzlich willkommen“, so die Worte von Pfarrer Hendrik Wenning. Dem Präsidenten der St.-Pankratius-Schützengilde Bernd-Theo Grimmelt oblag es, stellvertretend für alle Vereine die Grußworte zu sprechen. Der letzte Bischofsbesuch liegt Jahrzehnte zurück“, wusste Grimmelt. 1985 besuchte Bischof Dr. Reinhard Lettmann die Glockenstadt anlässlich der 1000-Jahr-Feier der Pfarrgemeinde.

Die Glockenstadt Gescher sei ihm schon ein Begriff, so Bischof Genn, doch sei er jetzt zum ersten Mal in dem Ort. Erstaunt zeigte er sich über die Nutzung und Neugestaltung der ehemaligen Marienkirche, bevor er in einem Festzug durch „Geschers gute Stube“ zur Pfarrkirche geleitet wurde. Der Klang von elf Bronzeglocken begleitete ihn dabei. Ein solcher Empfang, mit einer solch großen Anzahl von Schützen und Vereinsmitgliedern beeindruckt mich sehr“, so der Bischof. Unter dem Applaus der Firmlinge, ihrer Paten, Eltern und Kirchbesuchern erreichte der Festumzug das altehrwürdige Gotteshaus.

Bei der Firmung steht das Taufversprechen und somit die Tauferneuerung im Mittelpunkt der Feier. Bei der Firmung wird der Firmling mit dem geweihten Chrisam gesalbt.

Zu diesem hochfeierlichen anlass war der Kirchraum mit unzähligen „Feuerzungen“ aus Papier geschmückt worden. Musikalisch wurde der Gottesdienst durch die „Kirchenband“ gestaltet. In seiner Predigt ermunterte der Bischof die Firmlinge zur „Geradlinigkeit, auch wenn es manchmal schwerfalle“ in einer Zeit der „Ellbogenmentalität, des Terrors und der Brutalität“. „Schaut auf eure inneren Kräfte, auf eure inneren Ressourcen“, so der Bischof in seiner kurzen aber inhaltsreichen Predigt. Nach der Erneuerung des Taufversprechens spendete Genn die Firmung. Die jungen und kleinen Kirchenbesucher lud er ein, auf den Altarstufen Platz zu nehmen, damit „es euch nicht zu langweilig wird!“. Bei einem „Steh-Empfang“ auf dem Kirchplatz kamen die Gemeindemitglieder mit ihrem Bischof schnell ins Gespräch. Themen rund um die Kirche gibt es nicht nur in Gescher genug.

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