Gescher
Klangmaschine lässt Kinder schaudern

Gescher. Die dritten und vierten Klassen des Hauptstandortes Pankratiusschule besuchten mit Unterstützung des Fördervereins eine Inszenierung des Jungen Theaters Münster. „Rico, Oskar und die Tieferschatten“, im Kleinen Haus gespielt, basiert auf dem gleichnamigen Roman von Andreas Steinhöfel von 2008, für den er den Deutschen Jugendliteraturpreis erhalten hat. Das Stück erzählt auf intelligente Weise die Geschichte des „tiefbegabten“ Rico und des hochbegabten Oskar, die trotz ihrer Andersartigkeit Freunde werden und gemeinsam einem Kindesentführer das Handwerk legen.

Montag, 11.06.2018, 21:24 Uhr

Gescher: Klangmaschine lässt Kinder schaudern
Eine Woche nach ihrem Theaterbesuch in Münster durften die Pankratius-Schüler ihren Gast Jonas Nondorf mit Fragen löchern. Foto: Kortbus

Eine Woche nach dem Theaterbesuch erhielten die Dritt- und Viertklässler die Möglichkeit, konkrete Fragen zu stellen und einen Eindruck von der Entstehung dieser Inszenierung zu gewinnen. Jonas Nondorf (Bühnenmusiker und Musikpädagoge), der im Stück für Musik und Geräusche sorgt und in der Rolle des grimmigen Nachbarn Fitzke auf der Bühne steht, kam in die Pankratiusschule.

Als Einstieg brachte er ein Video mit, das seine Verwandlung in der Maske zum alten Mann mit Glatze und Haarkranz zeigte, so wie die Kinder ihn bisher nur kannten. Die Schüler stellten anschließend in einer offenen Runde ihre mitgebrachten Fragen. Diese reichten von „Hast du auf der Bühne geschwitzt?“, „Isst du die Fundnudel wirklich auf?“ über „Hättest du gerne eine andere Rolle gespielt?“ bis hin zu „Erschreckst du dich auch, wenn der Marrak plötzlich auftaucht?“ Natürlich ließen die Kinder auch persönliche Fragen zu Traumberuf, Musikunterricht … nicht aus. Bei der Beantwortung der Fragen erläuterte Nondorf den Kindern mit Hilfe von Bildmaterial auch, was in den sechs bis acht Wochen Probenzeit eines Stückes im Theater passiert. Wie ein Bühnenbild entsteht, wie Kostüme für die unterschiedlichen Figuren entwickelt werden und schnelle Umzüge der Schauspieler beim Wechsel der Rollen organisiert sind, wie bei Proben Dinge ausprobiert und wieder verworfen werden.

Zum Abschluss zeigte Jonas Nondorf einen Videoausschnitt der selbstgebauten Klangmaschine, mit der er die spannenden Szenen des Stückes geräuschvoll untermalt und die die Kinder sogar in der Aula der Pankratiusschule erneut ins Schaudern versetzte. Am Ende waren sich alle einig, dass die Zeit viel zu kurz war und ein weiteres Treffen anvisiert werden sollte!

In der neuen Spielzeit nach den Sommerferien wird das Theaterstück „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ im Kleinen Haus des Theater Münster noch einige Male gespielt. www.theater-muenster.com

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