Gescher
Verbesserung um 950 000 Euro erwartet

Gescher (js). Die Wirtschaft läuft, auch die Unternehmen in Gescher stehen gut da. Folglich sprudelt die Gewerbesteuer weiter und beschert der Stadt eine günstige Finanzentwicklung. Im Haupt- und Finanzausschuss legte die Kämmerei den Controllingbericht für die Monate Januar bis April vor. Unter dem Strich wird für das Gesamtjahr eine Ergebnisverbesserung um 950 000 Euro prognostiziert.

Samstag, 16.06.2018, 13:29 Uhr

Erstmals präsentierten Kämmerer Christian Hübers und Controller Thomas Grotke ihren Bericht mit Hochrechnungen für jeden Ansatz zum Jahresende – das kam gut an. Wie Grotke erläuterte, handele es sich um eine Stichtagsbetrachtung zum 30. April. Und die birgt viel Licht und wenig Schatten. Hauptgrund für die Verbesserung sind höhere Steuereinnahmen. Nach dem Rekordjahr 2017 bei der Gewerbesteuer hatte die Stadt für 2018 mit 8,9 Mio. Euro vorsichtig kalkuliert – jetzt wird eine Einnahme von 9,7 Mio. Euro erwartet. Bei den Grundsteuern A und B zeichnen sich leichte Verbesserungen ab, bei der Vergnügungssteuer rechnet die Verwaltung mit einem Plus von 20 000 Euro. Beim Gemeindeanteil an der Einkommensteuer und bei den Schlüsselzuweisungen liegen die Zahlen im Plan. Die Allgemeinen Zuweisungen sinken um rund 600 000 Euro, was auf die geringere Zahl an Asylbewerbern zurückzuführen sei. Dafür sinken auf der anderen Seite auch die Aufwendungen.

Andere Ausgabenposten, etwa für Personal oder Sach- und Dienstleistungen, entwickeln sich planmäßig. Mehrkosten ergeben sich bei der Gewerbesteuerumlage – hier muss die Stadt aufgrund der guten Entwicklung für 2017 und 2018 über 200 000 Euro zusätzlich abführen.

„Turbulenter“ gehe es bei den Investitionen zu, erläuterte Grotke. Hier hänge das Ergebnis davon ab, ob Auszahlungen für Großprojekte wie K 44n, Pankratiusschule oder Theatersaal schon 2018 oder erst 2019 flössen.

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