Gescher
Die Welt des Malens erschließen

Gescher. Als sie Mitte dreißig ist, erschließt sie sich eine neue Welt: Das Malen. Schon als Kind hat die gebürtige Gelsenkirchenerin diese Begabung und ihr Interesse entdeckt, doch erst im Erwachsenenalter macht sie sich auf den künstlerischen Weg. Überhaupt ist in ihrer Philosophie der Weg das Ziel. Genau das vermittelt Erika Maaßen auch ihren Kursteilnehmern und Schülern: „Es geht nicht um Vorzeigeprojekte, sondern um den Weg der Entstehung eines Bildes.“

Freitag, 20.07.2018, 10:06 Uhr

Gescher: Die Welt des Malens erschließen
Künstlerin und Kursleiterin Erika Maaßen aus Gescher. Foto: Maaßen

Erika Maaßen, die sich zuerst als Autodidaktin an die Malkunst heranwagte und später in der Künstlergemeinschaft Post Modern auch von dem Erfahrungsaustausch mit anderen und von Lehrstunden versierter Künstler profitiert(e), leitet heute selbst Malkurse. Beim katholischen Bildungswerk Gescher ist sie seit 2011 als Kursleiterin tätig; zehn Jahre lang war sie bis 2015 als Mitarbeiterin im offenen Ganztagsbereich für Kunst und Handwerk an der Von-Galen-Schule im Einsatz; und seit 2016 arbeitet sie als Fachlehrerin an der Brüder-Grimm-Schule. So nimmt sie viele Wege, um Menschen an die Kunst des Malens heranzuführen.

In ihrer Lehrtätigkeit seien ihr ihre Berufsausbildungen, sehr zu Gute gekommen, so berichtet die 54-Jährige. Denn Erika Maaßen absolvierte Ausbildungen zur Kinderpflegerin sowie zur Ergotherapeutin. Kommunikation mit Menschen seien ihr stets wichtig gewesen, sagt die Künstlerin. In menschlichen Begegnungen komme es oft auf die Zwischentöne an: „Ist das Gegenüber gut drauf oder belastet, braucht ein Kursteilnehmer viel oder eher wenig Unterstützung und Motivation?“ Das gilt es zu erspüren, damit sie dem Gegenüber „geben kann, was es braucht“ und damit sie ihm „Lösungsmöglichkeiten aufzeigen kann.“ Denn in Kursen kommt erfahrungsgemäß eine „bunte Mischung“ zusammen: Menschen, die hohe Ansprüche an sich stellen, Menschen, die drauf los malen; Menschen, die schnelle Lösungen wollen. Am leichtesten, sagt Maaßen lächelnd, lasse sich mit Kindern arbeiten, weil „sie nicht verkopft sind und aus dem Bauch heraus malen.“

Ob jemand Talent hat, erkenne sie schon beim ersten Pinselstrich und am Umgang mit Farben. Aber immer soll das Hobby dem einzelnen Spaß machen und kein Leistungswettbewerb sein. Maaßen kommt es darauf an, ihren Schülern und Kursteilnehmern handwerkliche Techniken ebenso zu vermitteln wie den Umgang mit Farben sowie mit Licht und Schatten. Gern schafft sie eine Wohlfühlatmosphäre durch Musik und eine Tasse Tee. Denn in Entspannung entstünden Ideen. Und auf dem Weg kommt Maaßen ihrem Ziel näher, das lautet: „Menschen beim Malen zum Erfolg zu verhelfen und in die Selbständigkeit zu führen, damit sie in der Lage sind, alleine eigene Bilder zu erschaffen.“

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