Fr., 29.04.2016

Ratsentscheidung Skulptur steht künftig auf dem Friedhof

Nach Abschluss des Kirchenprojekts in St. Dionysius wird die Skulptur auf dem Friedhof aufgestellt.

Nach Abschluss des Kirchenprojekts in St. Dionysius wird die Skulptur auf dem Friedhof aufgestellt. Foto: Maxi Kraehling

Havixbeck - 

Die Skulptur des Künstlers Ludwig Maria Vongries wird nach Abschluss des Projekts „Heute ist Freitag“ auf dem Friedhof aufgestellt. Dies entschied der Gemeinderat mehrheitlich.

Von Klaus de Carne

1000 Euro möchte die Gemeinde für die Versetzung der Skulptur von der St.-Dionysius-Kirche zum Friedhof ausgeben. Dies hat der Gemeinderat mit 13 Ja-, 8 Neinstimmen und drei Enthaltungen am Donnerstagabend beschlossen. Der Havixbecker Künstler Ludwig Maria Vongries hatte für das Kirchenprojekt „Heute ist Freitag“ die fünf Meter hohe Skulptur aus Stahl und Eichenholz geschaffen. Das Kunstwerk soll nun einen Platz auf dem Havixbecker Friedhof bekommen.

Schon im Haupt- und Finanzausschuss war eine Diskussion über die Kosten entstanden. Margarete Schäpers (SPD) stellte im Rat noch einmal klar, dass sie nichts gegen die Skulptur habe, sondern das Geld nicht einfach so ausgeben möchte. Dies müsse mit Sponsoren geregelt werden. Es könne so jede Gruppe und Vereinigung im Ort einen Anspruch geltend machen für ein Projekt. Die Gemeindekasse sei nicht dafür zuständig. Schäpers blieb bei ihrer Haltung und stimmte wie die ganze SPD-Fraktion dagegen.

Wie Fachbereichsleiterin Monika Böse berichtete, wird die katholische Kirchengemeinde 540 Euro für den Abbau bereitstellen. Ursprünglich waren die Kosten mit 1800 Euro angegeben worden. Der ungedeckte Betrag müsse über den Leihvertrag mit dem Künstler geregelt werden.

Hans-Gerd Hense (CDU) machte noch einmal deutlich, dass Kunst nicht für jedermann greifbar sei. Dennoch diene die Aktion zur Verschönerung des Ortes. Ob die Skulptur auf den Friedhof gehöre, dies sei im Vorfeld vielleicht besser zu prüfen gewesen.

Ludger Messing (SPD) verwies auf zahlreiche Anfragen von Bürgern, die mit Unmut darauf reagiert hätten. Messing machte deutlich, dass er den Standort Friedhof nicht für richtig halte. Aber über dieses Thema wurde im Rat nicht mehr diskutiert.

Bürgermeister Klaus Gromöller verdeutliche, dass für die AFG und deren Sportunterricht außerhalb des Ortes aktuell die nötigen Finanzen eingestellt worden seien. Dies war ein Kritikpunkt in der Diskussion.

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