So., 01.05.2016

Tödlicher Unfall am Kanal 19-jähriger Beifahrer ertrunken

Mit einem Kran birgt die Feuerwehr den Unfallwagen aus dem Kanal.

Mit einem Kran birgt die Feuerwehr den Unfallwagen aus dem Kanal. Foto: Helmut Etzkorn

Münster - 

Tragisches Ende einer Kleingarten-Party an der Dingstiege am frühen Samstagmorgen. Auf der Rückfahrt von der Feier ist ein Mercedes mit zwei jungen Leuten aus Münster nur ein paar 100 Meter entfernt von der Kleingartenanlage „Erdenglück“ in den Kanal gerast. Der 19-jährige Beifahrer ist ertrunken, der 18-jährige Fahrer konnte sich im letzten Moment retten. Er hatte laut Polizei 1,6 Promille Alkohol im Blut.

Von Helmut Etzkorn, Gunnar A. Pier

Einige Gäste der Veranstaltung, die den 18. Geburtstag einer Freundin feiern, wurden Augenzeuge des dramatischen Unfalls. Um 3.40 Uhr erreichte die Polizei ein erster Notruf. Auf der Straße Wilhelmshavenufer, die parallel zum Kanal läuft und nur durch einen Leinpfad und eine Böschung vom Wasser getrennt ist, soll unweit der Schleuse ein Auto in den Kanal gefahren sein.

Die Polizei trifft ein, sieht auf dem Kanal direkt am Ufer einen Ölfilm auf dem Wasser. Daneben auf dem Rasen liegen ein abgerissenes Rad, eine Stoßstange und eine zerbrochene Bremsscheibe. Einige Gäste der Party sind inzwischen eingetroffen und bangen um die Insassen. Der Fahrer steht am Ufer, sein Freund ist mit dem Mercedes untergegangen. Ein Polizist springt noch ins Wasser. Doch in der braunen Brühe hat er keine Chance, bis ins Auto vorzudringen.

Die Feuerwehr rückt mit einer Taucherstaffel an, schließlich können sie den 19-Jährigen im Wasser orten und aus dem Auto bergen. Trotz sofortiger Reanimation durch den Notarzt verstirbt der junge Mann noch an der Unfallstelle. Mit dem Feuerwehrkran wird der A-Klasse-Mercedes nach gut 30 Minuten aus dem Kanal gezogen, die Vorderfront ist erheblich beschädigt. Warum der Wagen von der regennassen Fahrbahn abkam, erst gegen die Böschung und Pfähle und dann ins Wasser fuhr, muss nun ermittelt werden. Der Fahrer wurde verletzt ins Krankenhaus eingeliefert.

Eine Betreuungseinheit des Deutschen Roten Kreuzes und ein Notfallseelsorger kümmerten sich um die Gäste der Feier und Angehörige. Insgesamt war die Feuerwehr zwei Stunden mit 40 Einsatzkräften vor Ort.

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