So., 01.05.2016

Bobby-Car-Rennen am Schöppinger Berg Spektakuläres Rennen wird von schweren Stürzen überschattet

Rasant durch die Kurve ging es für diesen Teilnehmer beim Bobby-Car-Rennen am Schöppinger Berg. Bei einigen der aufgemöbelten Gefährte erinnerte kaum noch ein Teil an das Original.

Rasant durch die Kurve ging es für diesen Teilnehmer beim Bobby-Car-Rennen am Schöppinger Berg. Bei einigen der aufgemöbelten Gefährte erinnerte kaum noch ein Teil an das Original. Foto: Dieter Klein

Horstmar/Leer - 

Eigentlich sind Bobby Cars für Kinder gedacht. Doch es es ist wie so oft: Auch Mama und vor allem Papa haben Spaß daran. In Horstmar-Leer haben sich an diesem Wochenende Fans der roten Rutscherautos getroffen.

Von Dieter Klein

Gut sechs Jahre sind es her, dass am Schöppinger Berg Bobby-Car-Rennen stattgefunden haben. In den vergangenen Jahren verzichteten die Veranstalter, der Schützenverein Leer-Ostendorf, auf das herrliche, bundesweit propagierte Spektakel mit den kleinen Kinder-Autos wegen der ausgefahrenen Strecke. Da aber die Straße dort inzwischen zur offiziellen Schulbus-Route ausgeschrieben worden war, kamen die Straßenbauer, asphaltierten die gefährlichen Schlaglöcher zu und – fertig war auch wieder eine Rennstrecke für kleine wie große Kinder.

Fotostrecke: Bobby-Car-Rennen in Horstmar-Leer

Doch die kamen nicht alleine mit ihren aufgemotzten Spielautos. Vielfach freute sich die Mama – manche komplett in Rennleder – darüber, wenn sie dem PS-losen Ehegatten mal wieder den Pokal wegschnappen konnte, Für die schnellsten Kleinen, die in verschiedenen Altersklassen den 790 Meter langen kurvigen Parcours hinunter „brettern“ durften, hatte Vorsitzender Helmut Jöne fabrikneue Bobby-Cars dabei. Und die Verlierer tröstete die Muttermit einem dicken Stück leckerer Sahnetorte. Den Kuchen, wie auch den Kaffee dazu, servierten Schützenfrauen.

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So kam jeder zu seinem Vergnügen. Selbst die vielen freiwilligen Streckenposten vom Schützenverein, der Feuerwehr und dem Deutschen Roten Kreuz. Denn Moderator Dominik Meis sorgte auch für sie, in dem er Extrapausen zur „Verpflegung der Helfer“ einfließen lies.

Was weniger gut war, dass am Samstag auch der Regen floss. Denn Schauer hatten die Wiese von Heinz Wenning mit „Fahrerlager“ und Imbisstheken tiefgründig vermatscht. Auch der große Parkplatz auf den Weiden von Josef Deitermann erinnerte Vielgereiste irgendwie an die Everglades, doch der allgemeinen Stimmung tat das keinen Abbruch. Bobby-Cars sind nun mal keine ernsthaften Rennboliden.

Selbst wenn sie von ihren Piloten mit noch so viel Liebe und Euro – mit verstärkten Bodenblechen, gefederten Achsen und Sportlenkern – zu kleinen technischen Raritäten hochgeschaukelt werden, die mit denen aus der Kinderstube nur noch den Namen gemein haben. Sie haben halt keinen Motor, riechen nicht nach Kerosin und beim Bremsen heißt es jedes Mal hoffnungsvoll: „Soweit die Füße tragen“.

Wenn dann die Schuhsohlen nicht ausreichten, gab es hinter dem Ziel immer noch einen dicken Brems-Wall aus Strohsäcken. Dazu die Schützen-Freunde aus Leer-Ostendorf, Sportkameraden einer ebenso spleenigen wie unterhaltsamen Out-door-Show, die viele Fans aus der ganzen Bundesrepublik und den Nachbarländern ins Münsterland anlockte. Überschattet wurde die Veranstaltung am Samstagnachmittag während der Amateur-Rennen von zwei folgenschweren Stürzen. Für einen der beiden Verunglückten musste sogar der Rettungshubschrauber eingesetzt werden. Beide Fahrer wurden in Krankenhäuser eingeliefert.

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