Di., 03.05.2016

Otto Waalkes im Jovel Friesenrock im Münsterland

Friesenrock statt Kalauerei: Otto Waalkes mit der Jovel-Hausband, hier Andreas Degenkolbe (links) und Kenan Özdemir.

Friesenrock statt Kalauerei: Otto Waalkes mit der Jovel-Hausband, hier Andreas Degenkolbe (links) und Kenan Özdemir. Foto: Gunnar A. Pier

Münster - Gastgeber Max Buskohl verheddert sich kurz in einer ambitionierten Anmoderation, dann gibt er auf, löst den Knoten und ruft: „Ach komm‘, scheiß drauf – Otto Waalkes ist da!“ Und da hatte er recht: Die Komiker-Legende war am Montagabend Überraschungsgast im Jovel und sorgte für die bisher wohl tollste Show in der Reihe „Max+?“.

Von Gunnar A. Pier

Eigentlich spielt Otto Waalkes in großen Hallen, Karten kosten gerne mal 50 Euro – diesmal trat er für einen Zehner im kleinen Club vor vielleicht 150 Zuschauern auf. Weil Jovel-Chef Steffi Stephan als Bassist bei Udo Lindenberg Kontakte zu Stars hat, kann er viele dazu bewegen, als Überraschungsgast zu „Max+?“ zu kommen. Diesmal Otto, den alten Weggefährten von Udo Lindenberg.

Am Nachmittag tauchte der Wahl-Hamburger, der eigentlich gerade den nächsten „Ice-Age“-Film synchronisiert, in Münster auf für so eine Art Probe. Doch die ging schneller als gedacht. „Mein Gott, die können ja alles“, freute sich der 67-Jährige über die „Jovel-Hausband“, münsterische Musiker aus Steffi Stephans Umfeld. Also spielten die Herren, allesamt eingefleischte Musiker, die Nummern nur an. Der Rest: improvisiert.

Fotostrecke: Otto Waalkes, LFNT und Relaén im Jovel

Den Konzertabend beginnt Max Buskohl mit einem eigenen Auftritt, bevor er seine Gäste Relaén und LFNT vorstellt, die ebenfalls eigene Sets spielen.

Um kurz nach 22.30 Uhr lüftet er das Geheimnis. Unter tosendem Jubel rennt Otto Waalkes auf die Bühne. Sein Name war bis zuletzt geheim, nach einigen Andeutungen kursierten auch Namen wie Helge Schneider und Jan Josef Liefers.

Otto, der auf keinen Falls gesiezt werden möchte, beantwortet ein paar Fragen, aber schnell hält es ihn nicht mehr auf den kleinen, unbequemen Hockern. Die Band kommt dazu, und die folgende halbe Stunde liefern Otto und seine Spontan-Friesenjungs ein aus dem Stand gerocktes Programm mit Klassikern ab. „Johnny B. ­Goode“ gehört dazu, auch „Wild Thing“ und seine deutsche AC/DC-Adaption „Auf dem Heimweg wird‘s hell“.

Fotostrecke: Die Reihe "Max+?" im Jovel

Viele Sprüche spart er sich, nur wenige klamaukige Otto-Miniaturen streut er ein. Ansonsten spricht die Musik – und dieser unglaubliche Typ am Mikro. Otto kann machen, was er will – es begeistert.

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