Mi., 04.05.2016

Kolping-Projekt für Problem-Jugendliche Wenn nichts mehr geht, hilft „Respekt“

Kolping-Mitarbeiter und Politiker gaben gestern den offiziellen Startschuss für das „Respekt“-Projekt.

Kolping-Mitarbeiter und Politiker gaben gestern den offiziellen Startschuss für das „Respekt“-Projekt. Foto: Wilfried Gerharz

Coesfeld - 

„Respekt“ heißt ein neues Projekt, das das Bundessozialministerium im vergangenen Jahr aufgelegt hat. Das Ziel: Jugendliche und junge Erwachsene, die durch das soziale Netz gefallen sind, auffangen, sie un­terstützen und ihnen helfen, zurückzufinden. Zur Familie, zur Schule, womöglich in einen Beruf.

Der Kreis Coesfeld ist der einzige ländliche Raum, in dem „Respekt“ startet. Träger ist hier das Kolping-Bildungswerk des Diözesanverbandes Münster. Sogenannte entkoppelte Jugendliche in der heilen Welt des Münsterlandes? Gibt es. Zwischen 100 und 400 sind es allein im Kreis Coesfeld, schätzt Projektleiterin An­drea Arndt.

In Coesfeld, Nottuln, Lüdinghausen, Dülmen und demnächst auch in Münster hat das Kolping-Bildungswerk Anlaufstationen geschaffen. Hinzu kommen zwei Wohnmobile, mit de­nen die 17 Mitarbeiter ihre Klientel im Alter zwischen 15 und 25 Jahren aufsuchen.

Kontakt suchen, Beziehung aufbauen. Darum geht es zunächst. „Wir sind noch ganz am Anfang“, sagt Arndt. Gleichwohl sprechen die Zahlen für sich. Zwei bis drei Anfragen hat das Team bereits jetzt pro Tag. Eltern, Freunde, die Schule, Behörden, die sich melden, weil sie von jemandem wissen, der der Hilfe bedarf.

Die Förderung für „Respekt“ ist zunächst bis Ende 2017 befristet. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Karl Schiewerling, der dazu beigetragen hat, dass es das Projekt überhaupt gibt, ist jedoch von einer Fortsetzung überzeugt. „Mein Ziel ist es, dass es bei uns auf das gesamte Münsterland ausgedehnt wird.“

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