Mo., 09.05.2016

Angebot des Heimatvereins sehr gut nachgefragt Uropas Schrift auf der Spur

Was bedeuten diese Schnörkel? Das Interesse an der Einführung in die Kurrentschrift war groß.

Was bedeuten diese Schnörkel? Das Interesse an der Einführung in die Kurrentschrift war groß. Foto: Heimatverein Greven

Greven - 

Uropas Liebesbriefe sind gewiss hochspannend. Aber wie kommt man den zarten Geständnissen auf die Spur, sind sie doch in altertümlicher Schrift gehalten? Der Heimatverein hat jetzt ein Hilfsangebot gemacht – mit unerwartet großer Resonanz.

Wer das Kochbuch seiner Urgroßmutter entziffern will, muss sich mit der alten Schreibschrift auskennen. Glück hat der, in dessen Familie noch ein betagter Verwandter lebt, der die alte deutsche Schreibschrift noch in der Schule kennengelernt hat. Nur so war es möglich, dass die Mutter einer Teilnehmerin ganze Feldpoststapel aus dem Ersten Weltkrieg transkribieren konnte und ihrer Tochter damit familiengeschichtlich hochinteressante Dokumente lesbar machte.

Aber immer weniger Menschen kennen sich mit den alten Schriften aus. Darum bietet der Heimatverein Greven jetzt entsprechende Hilfen an.

In der wieder gut besuchten Veranstaltung des AK „Familienforschung“ im Heimatverein Greven ging es diesmal um Tipps und Tricks, mit denen man sich der ungewohnten Buchstabenform der alten deutschen Kurrentschriften nähern kann. Dazu wurden viele Beispiele gezeigt, die gemeinsam erlesen wurden. Schnell ging es dann aber an das „Übertragen“ der mitgebrachten Dokumente in die heute gebräuchliche Schriftform. Dafür ist das Kennenlernen der Buchstabenform wichtig, die durch die jeweils eigene Handschrift weitere Veränderungen erfahren kann. „Das Einlesen in den in alter deutscher Kurrentschrift verfassten Text sollte halblaut erfolgen. Dadurch kann man sich dem Wortinhalt und schließlich der gesamten Aussage eines Textes leichter nähern“, empfiehlt Elisabeth Frische, die die Teilnehmer beriet. Zeilenweises Übertragen des Dokumenttextes erleichterte die Übertragung und das Wiederfinden von individuell gestalteten Buchstabenmustern. „Erfreulicherweise hatten diesmal auch Interessierte aus benachbarten Heimatvereinen den Weg in die ,Alte Post‘ gefunden, denn mit dem Angebot, alte Schreibschrift entziffern zu lernen, ist der AK Familienforschung in Greven ganz offenbar einem Bedürfnis vieler Familienforscher nachgekommen“, heißt es in einer Pressemitteilung des Heimatvereins.

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