Mo., 09.05.2016

Autobahn A1 Aufgerissener Dieseltank sorgt für nächtlichen Einsatz

Eine lange Nacht für die Feuerwehrleute: Ein Sattelzug hatte fast 900 Liter Dieselkraftstoff verloren.

Eine lange Nacht für die Feuerwehrleute: Ein Sattelzug hatte fast 900 Liter Dieselkraftstoff verloren. Foto: Jens Keblat

Greven - 

Eine lange Nacht für die freiwillige Feuerwehr. Der aufgerissene Dieseltank eines Sattelzugs sorgte für einen stundenlangen Einsatz.

Von Jens Keblat

Einen nahezu schlaflosen Start in die neue Arbeitswoche erlebten zahlreiche Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in der Nacht zu Montag: Sie mussten zu einem langwierigen Umwelteinsatz auf der Autobahn 1 ausrücken, nachdem dort ein Sattelzug verunfallt war.

Um 2.30 Uhr war der Alarm für die Feuerwehr eingegangen: auslaufende Dieselkraftstoffe an einem Lastwagen auf dem Rastplatz am Maestruper Brook. Nach ersten Erkenntnissen befuhr der Fahrer des Sattelzuges die Autobahn in Fahrtrichtung Dortmund. Nach eigenen Angaben beabsichtigte der Mann, den Rastplatz für eine Toilettenpause anzusteuern. Dabei aber lenkte er sein tonnenschweres Gespann offensichtlich mehrere hundert Meter zu früh nach rechts und landete so nicht auf dem Rastplatz, sondern in der äußeren Leitplanke.

Fotostrecke: Dieselspur auf der A1 bei Greven

Durch das gefährliche Fahrmanöver wurde die Sattelzugmaschine beschädigt, der Dieseltank riss auf. Notdürftig setzte der Fahrer sein Gespann bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte dann doch noch auf den Rastplatz um. Auf dem Weg dorthin jedoch verlor der Lastwagen größere Mengen Dieselkraftstoff, auch auf en Rastplatz bildeten sich rasch größere Pfützen. Nach Auskunft von Wehrführer und Einsatzleiter Matthias Wendker führte der Lastwagen aus dem Landkreis Friesland zum Unfallzeitpunkt schätzungsweise rund 900 Liter Diesel mit. Einen Großteil davon konnten die erfahrenen Wehrleute im Rahmen eines stundenlangen Umwelteinsatzes aufwendig in Ersatzbehältnisse umpumpen und bereits entlang der Autobahn und auf dem Rastplatz ausgelaufenes Gefahrgut mit Bindemittel aufnehmen. So konnte ein Einsickern größerer Mengen des Kraftstoffs ins Erdreich verhindert werden.

Erst in den frühen Morgenstunden konnten die ehrenamtlichen Wehrleute ihren Einsatz beenden. Zur Höhe des entstandenen Sachschadens konnte die eingesetzte Autobahnpolizei unterdessen bislang noch keine Angaben machen. Zu größeren Verkehrsbeeinträchtigungen kam es durch den Unfall nicht.

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