Mi., 11.05.2016

Hohe Nachfrage bei Schließfächern In Sicherheit bringen

In den Schließfächern der Grevener Banken ist nicht nur Gold untergebracht. Viele deponieren dort wichtige Unterlagen und Wertsachen.

In den Schließfächern der Grevener Banken ist nicht nur Gold untergebracht. Viele deponieren dort wichtige Unterlagen und Wertsachen. Foto: dpa-tmn

Greven - 

Die Zahl der Einbrüche hat in den vergangenen Jahren immer mehr zugenommen. Und deswegen bringen immer mehr Grevener ihre wichtigen Unterlagen und ihre Wertsachen in Sicherheit. Die werden in den Schließfächer der Grevener Banken deponiert. „Wir nehmen eine verstärkte Nachfrage wahr“, so die Aussage der Grevener Banker.

Von Bettina Laerbusch

Die Nachfrage nach Schließfächern bei Banken und Sparkassen boome, vor allem in Städten sei sie größer als das Angebot. Das meldete vor Kurzem die Deutsche Presseagentur und zitierte damit einen Sprecher des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes. Ein Kollege des Bundesverbandes Deutscher Bank wird mit dem beinahe gleichlautenden Satz zitiert: „Schließfächer sind seit geraumer Zeit gefragt.“„Wir nehmen eine verstärkte Nachfrage wahr“, sagt auch Christian Tophoff, Leiter der Hauptstellen-Filiale der Kreissparkasse Steinfurt in Greven. Vor gut einem Jahr sei der Schließfachbereich in Greven ausgebaut worden. Über 700 Fächer verschiedener Größer verfügt die Hauptstelle jetzt. Tophoff: „55 sind noch frei“.

Nur Sparkassenkunden bekommen ein Schließfach, jedes sei mit 11 000 Euro pauschal versichert. Es sind Testamente und andere Dokumente, für die die Kunden ein Schließfach wünschen. Und: Schmuck wird sicher weggeschlossen. Wofür die Kunden ein Schließfach benötigen, müssen sie natürlich nicht sagen. Doch viele tun‘s.

Dass die Nachfrage nach einem sicheren Aufbewahrungsbehältnis in einer Bank auch in kleineren Städten wie Greven steigt, bestätigt wie Tophoff Renate David, Sprecherin der Volksbank in Greven. „Das aber nicht erst seit gestern, sondern schon seit längerer Zeit.“ Was die Kunden in ihren Schließfächern aufbewahrten, entziehe sich ihrer Kenntnis, sagt David auf Nachfrage. Mit ihrer EC-Karten kämen die Volksbank-Kunden in den Schließfachbereich und seien dort allein. Bis zu einem Wert von 2500 Euro, so die Sprecherin, sei der Inhalt versichert. Für höhere Werte müsse, wenn ein Versicherungswunsch bestehe, eine zusätzliche Police abgeschlossen werden.

600 Schließfächer hat die Volksbank in Greven, 400 sind nach Angaben von Renate David belegt.

Bleibt die Frage, warum der Bedarf an Schließfächern auch in Greven ganz offensichtlich steigt. Ein Blick in die Statistik hilft: in die „Kriminalitätsentwicklung, die die Kreispolizei Steinfurt regelmäßig herausgibt. Danach gab es im Jahr 2009 – also vor sieben Jahren – 30 Einbrüche in Privatwohnungen und -häuser. Einbruchsdiebstähle in gewerbliche Objekte sind hier nicht eingeschlossen. 2010 registrierte die Polizei in Greven 50 Wohnungseinbrüche. 2011 waren es 61, 2012 „nur“ 35. 2013 gab es dann eine deutlichen Sprung nach oben: 71 Einbrüche in Privathäuser und Privatwohnungen wurden angezeigt. 2014 gab es den vorläufigen Höhepunkt: 109 Einbrüche wurden allein dort, wo Menschen wohnen, registriert. 2015 ging die Zahl wieder leicht zurück: 89 Einbruchsdiebstähle in Privatwohnungen und -häuser gab es.

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