Fr., 13.05.2016

„Hauptaugenmerk auf den Passagierflug-Betrieb legen“ Klares Statement gegen Frachtflug in der Nacht

„Hauptaugenmerk auf den Passagierflug-Betrieb legen“ : Klares Statement gegen Frachtflug in der Nacht

Im Grevener Rat wurde ein Beschluss bekräftigt, in dem ein Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr am FMO gefordert wird. Foto: Peter Beckmann (Archiv)

Greven - 

Seltene Einigkeit im Haupt- und Finanzausschuss: alle Fraktionen sehen nächtlichen Frachtflug am FMO kritisch.

Von Peter Beckmann

Es waren Formalien, die zur Kenntnis und abgenickt wurden. Die Jahresabschlüsse der GFW, der Grevener Bäder GmbH und der Grevener Beteiligungs GmbH wurden einstimmig beschlossen. Beim Abschluss der Grevener Verkehrs GmbH stimmten die beiden Grünen dagegen. Und das hatte natürlich mit dem Flughafen zu tun, dessen Grevener Anteile in dieser GmbH geführt werden.

Und natürlich wurde auch über einen Antrag der Grünen zum Flughafen diskutiert. Darin wird noch einmal der gültige Ratsbeschluss bekräftigt, in dem ein Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr am FMO gefordert wird. Außerdem – und darauf legten die Grünen besonderen Wert – wird eine mögliche Ausweitung des Frachtfluges besonders in den Nachtzeiten sehr kritisch gesehen.

Fotostrecke: Sommerflugplan 2016: Alle Ziele ab FMO

„So wie der FMO gemanagt wird, gerät er immer mehr ins Abseits“, begründete Michael Kösters-Kraft den Antrag, dem alle Politiker zustimmten. Aber genau deshalb müsse ein Geschäftsmodell mit nächtlichem Frachtflug ausgeschlossen werden.

Auch Jürgen Diesfeld (CDU) sieht eine mögliche Ausweitung des Frachtfluges kritisch. „Die Verantwortlichen des Flughafens sollten ihr Hauptaugenmerk auf den Passagierflug-Betrieb auf eine vernünftigen Basis legen“, sagte er und wies – mit einer nicht zu überhörenden Ironie – auf die Prognosen in einigen Gutachten hin, die den FMO bei 2,5 Millionen Passagieren sahen.

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