Mi., 18.05.2016

Rahmenbetriebsplan genehmigt Helium-Einspeicherung soll im Juli beginnen

Die Kaverne S 72 im Amtsvenn ist für die Speicherung von Helium vorgesehen.

Die Kaverne S 72 im Amtsvenn ist für die Speicherung von Helium vorgesehen. Foto: Klaus Wiedau

Epe - 

Das Unternehmen Helium Services S.A. (HSSA) plant, im Juli mit der Einspeicherung von Helium in einer untertägigen Salzkaverne im Eper Amtsvenn zu beginnen. 

Die HSSA hatte hierzu der als Bergbehörde landesweit zuständigen Bezirksregierung Arnsberg einen Rahmenbetriebsplan vorgelegt. Die Bezirksregierung Arnsberg hat diesen Rahmenbetriebsplan nach einem umfangreichen Beteiligungs- und Abstimmungsverfahren am 12. Mai zugelassen, teilte das Unternehmen HSSA am Dienstag mit.

Der Beginn der Heliumeinspeicherung mit einer anfänglich mobilen Anlage ist ab dem 1. Juli 2016 geplant. Das Helium wird mit Tankwagen angeliefert, wobei mit maximal zwei Tankwagen pro Tag zu rechnen ist. Die Bauarbeiten für die stationären Anlagen und Betriebsgebäude, die mit Klinkern verkleidet und mit modernstem Lärmschutz ausgestattet werden, sollen im zweiten Halbjahr 2016 stattfinden. Die weiteren bergrechtlichen Zulassungen wird die HSSA rechtzeitig vorher beantragen.

Das flüssige Helium soll, wie Firmenvertreter vor einiger Zeit im Gronauer Bauausschuss erläutert hatten, in Tankwagen (Kapazität: 41 Kubikmeter) angeliefert und in der Kaverne S 72 (westlich der Ahauser Straße am Heeker Vennweg gelegen) eingespeist werden. Es wird vor Ort in Gas umgewandelt, wobei sich das Volumen 750-fach vergrößert. Dann presst es ein Kompressor in die Kaverne.

Der reguläre Betrieb sieht voraussichtlich zwei Tankwagen-Transporte pro Werktag vor. Die Einlagerung beziehungsweise Auslagerung einer Tankwagen-Füllung dauert 24 Stunden.

Die Übertragungsanlage besteht aus zwei Gebäuden (35 Meter lang, zehn Meter hoch). Anders als bei den Erdgas-Kavernen wird von dieser Anlage aus nur eine Kaverne betrieben.

Die Bezirksregierung Arnsberg und die HSSA und weitere Stellen hatten die Öffentlichkeit bereits u.a. auf einer Bürgerveranstaltung und im Fachausschuss in Gronau informiert. Zudem waren die Antragsunterlagen zur Information der Öffentlichkeit im Rathaus Gronau ausgelegt und von der Bezirksregierung im Internet veröffentlicht worden.

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