Mi., 18.05.2016

Familientragödie in Metelen Waffenbesitzkarte seit Jahren entzogen

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Symbolfoto  Foto: dpa

Metelen - 

Dem 75-jährigen Metelener, der verdächtigt wird, in der Nacht zum Pfingstmontag seine Ehefrau erschossen zu haben, wurde schon vor Jahren von der Ordnungsbehörde seine Waffenbesitzkarte entzogen.

Von Dieter Huge sive Huwe

Der Gesundheitszustand des 75-jährigen Meteleners, der in dringendem Verdacht steht, seine Ehefrau erschossen zu haben, hat sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft gebessert. Eine akute Lebensgefahr bestand am Mittwoch nicht mehr, erklärte auf Anfrage dieser Zeitung der Pressesprecher der Anklagebehörde in Münster, Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt.

Der 75-Jährige hatte offenbar versucht, sich nach der Tat, bei der er in der Nacht zum Pfingstmontag seine 69-jährige Ehefrau erschossen haben soll, selber das Leben zu nehmen. Er soll sich dabei in den Kopf geschossen haben.

Auf Nachfrage erklärte der Oberstaatsanwalt, dass der Tatverdächtige Jäger und auch im Besitz eines Waffenscheins gewesen sei. Das Führen einer Schusswaffe, für die ein Waffenschein erforderlich ist, sei ihm jedoch seit Jahren nicht erlaubt gewesen. „Seine Waffenbesitzkarte ist ihm schon vor Jahren vom Ordnungsamt entzogen worden“, so Botzenhardt. Der Oberstaatsanwalt erklärte daneben jedoch auch, dass es in der Familie des Tatverdächtigen Waffenbesitzerlaubnisse gebe.

Die weiteren Ermittlungen hängen nun auch von der Entwicklung des Gesundheitszustandes des Tatverdächtigen und der Frage der Vernehmungsfähigkeit des 75-Jährigen ab.

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