Do., 19.05.2016

Gronauer bei der Generalprobe für Udos Stadion-Tour Mittendrin statt hinterm Horizont

Grüße aus Panik-City: Jede Menge Fans aus Udos Geburtsstadt waren zur Generalprobe für die Tour nach Gelsenkirchen gereist. Udo Lindenberg freute sich: „Das ist so ein geiler Start mit euch“, ließ er die Gronauten wissen.

Grüße aus Panik-City: Jede Menge Fans aus Udos Geburtsstadt waren zur Generalprobe für die Tour nach Gelsenkirchen gereist. Udo Lindenberg freute sich: „Das ist so ein geiler Start mit euch“, ließ er die Gronauten wissen. Foto: Christiane Nitsche

Gronau/Gelsenkirchen - 

Udo Lindenberg kommt aus dem Feiern gar nicht mehr heraus. Einen Tag nach seinem 70. Geburtstag erlebte er am Mittwochabend mit rund 5000 geladenen Gästen eine umjubelte Generalprobe für den Tourauftakt seiner „Keine-Panik!“-Tour-2016, die am Freitagabend in der Veltins-Arena auf Schalke startet. Lindenberg hatte zu der nicht-öffentlichen Generalprobe Freunde, treue Fans und Weggefährten eingeladen, darunter die gesamte Schüler- und Lehrerschaft der Fridtjof-Nansen-Realschule, Bewohner des Wittekindshofes, den Frauenchor „Horizonte“, die „Gronauten“, die ihm zu Ehren ein Denkmal errichtet haben, Rock­liner-Veteranen, und, und, und. . .

Von Christiane Nitsche

Irgendwo in der Menge stimmt jemand ein Geburtstagsständchen an. Alle singen mit. Udo ist sichtlich gerührt und bedankt sich artig. Das rund dreistündige Konzert wird zu einer Art erweiterter Familien-Geburtstagsparty, die der Gastgeber mindestens genauso genießt wie seine Gäste. „Endlich wieder zu Hause“, begrüßt Udo die jubelnde Menge, nachdem er scheinbar frisch mit dem Rockliner auf der Bühne eingesegelt ist. „Endlich wieder in NRW!“

Dass er nicht auf einer Gronauer Bühne vor ihnen steht, stört die Hundertschaften aus dem „Gebüsch“, die sich mit mehreren Bussen auf den Weg nach Gelsenkirchen gemacht haben, überhaupt nicht. „Das ist so ein geiler Start mit Euch“, freut sich Udo. Plakate mit dem fiktiven Ortsschild der „Panik City Gronau“ werden hochgehalten – mittendrin ein selbst gebasteltes „Happy Birthday“-Plakat. Die, die es tragen, müssen sich ganz schön strecken, damit ihr Gastgeber es lesen kann.

Gut zu wissen

Fakten über Udo Lindenberg

Einige Fünftklässler von der Fridtjof-Nansen-Realschule hüpfen aufgeregt auf und ab. „Super!“, ruft einer auf die Frage, wie er Udo findet. Aber die Verständigung ist schwierig. Die Kids tragen Gehörschutz, worauf die aufmerksamen Augen der begleitenden Lehrerin auch achten. Auch die Rollstuhlfahrer vorn an der Absperrung, die aus dem Wittekindshof mitgekommen sind, tragen Ohrstöpsel. Darüber, dass die mitdurften, freut sich vor allem Bürgermeisterin Sonja Jürgens, die ebenfalls tanzend in der Menge gesichtet wird.

70. Geburtstag

Ein Hoch auf Udo Lindenberg

Der Power-Sound, den Lindenberg mit seinem erweiterten Panikorchester liefert, ist für sensible Ohren eine dicke Dosis. Aber die Power ist durchweg positiv gestimmt. Dafür sorgt die Chemie auf und vor der Bühne: Da oben findet nicht nur ein perfekt einstudiertes und choreographiertes Programm mit fast allen neuen und vielen bekannten Lindenberg-Hits, mit Akrobatik, Sex-Appeal, Knaller-Spezialeffekten, starken Stimmen, großartigen Musikern (großes Solo für „die Tigerin von Eschnapur“, Carola Kretschmer und Percussion-Legende Nippy Noya) statt.

Da sind lauter Menschen am Start, die genießen, was sie tun. „Mit dieser wunderbaren Band auf die Bühne zu gehen, das ist mein Eldorado“, erklärt Udo denn auch. Dieses Eldorado ist bunt wie die „Bunte Republik Deutschland“, die Lindenberg besingt, aber auch schillernd wie der Zirkus, der sich in manchem Bühnenbild auftut. Oder glitzernd, wie der Sternenhimmel, in den er als Astronaut schließlich entschwindet. Da warten nach laut Udo Lemmy Kilmister, David Bowie und Prince als himmlische Super-Band auf ihn. Aber das habe noch „so ungefähr 30 Jahre“ Zeit, wie er findet. Und bis dahin stehen noch wichtige Termine an. Denn, so Udo, geheimnisvoll zum Gronauer Fanblock: „Wir sehen uns wieder, versprochen!“

Interview mit Udo Lindenberg

Kurz vor seinem 70. Geburtstag gibt der Panikrocker Vollgas: neues Album, neue Tour. Und nach Gronau muss er auch noch - „‘'ne Pipeline für den Eierlikör verlegen, wie er in unserem Interview verrät.

Fotostrecke: Udo Lindenberg - eine Karriere in Bildern

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