Fr., 20.05.2016

Gewalt gegen Asylbewerber Polizist muss nach Tritt zahlen

Das Verfahren gegen einen Polizisten, der einen am Boden liegenden Asylbewerber getreten haben soll, ist eingestellt worden.

Das Verfahren gegen einen Polizisten, der einen am Boden liegenden Asylbewerber getreten haben soll, ist eingestellt worden. Foto: dpa

Kreis Coesfeld - 

Die Staatsanwaltschaft Münster hat gegen eine Geldauflage in vierstelliger Höhe das Verfahren gegen einen 38-jährigen Beamten der Kreispolizeibehörde Coesfeld eingestellt, der im November einen am Boden liegenden Asylbewerber aus Marokko im Polizei-Gewahrsam in Dülmen getreten haben soll.

Seine eigenen Kollegen hatten ihn angezeigt. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass es den Tritt gegeben hat. Der Beamte habe überreagiert, so Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt. „Keine Entschuldigung, aber eine Erklärung“ dafür sei aber wohl, dass der Marokkaner, der in einem Asylbewerberheim randaliert hatte, den Beamten massiv Widerstand geleistet und sie beleidigt habe.

Die Zahlung der Geld-Auflage werde von der Staatsanwaltschaft dahingehend gewertet, dass der Polizist sich einsichtig zeige. Ob der Vorfall für ihn noch disziplinarische Maßnahmen nach sich ziehen wird, ist nach Aussage der Kreispolizeibehörde unklar.

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