Fr., 20.05.2016

Naturschutz Der Nabu lobt das Jagdgesetz

Durch das neue Landes-Jagdgesetz wurde die Liste der jagdbaren Arten von mehr als 100 auf 27 reduziert.

Durch das neue Landes-Jagdgesetz wurde die Liste der jagdbaren Arten von mehr als 100 auf 27 reduziert. Foto: dpa

Düsseldorf - 

Vor gut einem Jahr hat Rot-Grün das heftig umstrittene Landes-Jagdgesetz verabschiedet – und bei den Jägern ist der Zorn darüber noch nicht verraucht. Demgegenüber zog der Naturschutzbund (Nabu) Nordrhein-Westfalen am Donnerstag eine positive Bilanz.

Von Hilmar Riemenschneider

Gerade dass die Liste der jagdbaren Arten von mehr als 100 auf 27 reduziert worden sei, habe sich als richtige Entscheidung erwiesen, betonte der Nabu-Landesvorsitzende Josef Tumbrinck.

In der Praxis sah er allerdings noch Nachbesserungsbedarf. Wenn private Eigentümer ihr Land von der Jagd ausnehmen wollen, müssten sie sich einer „Gewissensprüfung unterziehen“. Hohe Gebühren von bis zu 600 Euro und ein „Spießrutenlauf“ erwarte die Antragsteller, weil die unteren Jagdbehörden die vom Gesetz verlangte ethische Begründung sehr eng auslegten, klagte Tumbrinck. Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) müsse hier dringend per Erlass klare und eindeutige Regeln schaffen.

Bewährt hat sich aus Sicht des Nabu das neu aufgenommene Verbot, streunende Katzen zu töten. „Die ökologischen Folgen durch wildernde Katzen sind gering“, meinte Tumbrinck. Er forderte, Katzen-Besitzer müssten mit Kastrations- und Chip-Pflicht stärker in die Verantwortung genommen werden. Eine Katzensteuer, wie sie der Ökologische Jagdverband forderte, lehnt der Nabu ab.

Google-Anzeigen

Mehr zum Thema

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4017261?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F947630%2F