Di., 24.05.2016

Ferienhaus niedergebrannt Mann bei Explosion lebensgefährlich verletzt

Greven - 

Aktualisiert (15:34 Uhr): In den frühen Dienstagmorgenstunden hat sich in der Ferienhaussiedlung am Franz-Felix-See zwischen der A1 und dem Flughafen Münster/Osnabrück ein verheerendes Unglück ereignet. Infolge einer Explosion brannte ein Wohnhaus ab, ein Bewohner wurde lebensgefährlich verletzt.

Von Jens Keblat

Gegen 1.35 Uhr war es offenbar zu der Explosion gekommen, durch die ein Wohnhaus in der Ferienhaussiedlung am Franz-Felix-See in Vollbrand geriet. „Bei unserem Eintreffen war das Gebäude bereits eingestürzt, es stand in Vollbrand, dieser drohte sich weiter auszudehnen“, sagt Wehrführer und Einsatzleiter Matthias Wendker. Sofort habe man mit rund 50 eingesetzten Feuerwehrleuten aus dem gesamten Grevener Stadtgebiet umfangreiche Lösch- und Rettungsmaßnahmen eingeleitet: „Ein Ausdehnen der Flammen auf Nachbargebäude konnten wir verhindern. Eine Person befand sich in dem Gebäude, diese konnte sich selbst retten“, so Wendker weiter. Dabei handelt es sich nach Angaben der Polizei um einen 47-jährigen Mann, der sich schwer verletzt noch zu Nachbarn retten konnte, ehe die Explosion und der Vollbrand sein vermutlich gesamtes Hab und Gut bis auf die Grundmauern niederbrennen ließen.

Feuerwehr kämpft mit ausströmendem Gas

Wendker: „Wir hatten es hier mit einer unterschiedlichen baulichen Struktur zu tun, das heißt von Campingwagen bis hin zu Holzhütten und gemauerten Häusern, so dass eine Brandausbreitung doch sehr wahrscheinlich war. Die Anlage wird hier mit einer zentralen Flüssiggasleitung versorgt“, diese habe man kurzerhand vom Netz genommen, nachdem vor dem Einleiten der intensiven Löschmaßnahmen unkontrolliert Gas verbrannt sei. Ein weiteres großes Problem für die Retter: „Die Fahrzeuge kamen hier nur schwerlich durch die Straßen der Ferienhaussiedlung, man kann hier nur hintereinander durchfahren.“

Stundenlang waren die Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei im Großeinsatz, um den Brand zu löschen, weitere Bewohner der Siedlung zu betreuen und Ordnung ins Chaos zu bringen. Trümmerteile, Glutnester und eine starke Rauchentwicklung erschwerten die Maßnahmen vor Ort. Auch Anwohner wurden zu dem Vorfall befragt.

Fotostrecke: Explosion in Ferienhaussiedlung

Kriminalpolizei ermittelt

Bei der Polizei geht man zur Stunde von einem Unglück aus, die Kriminalpolizei wird jetzt die Ermittlungen aufnehmen und im Rahmen dessen klären, wie es zu der folgenschweren Explosion kommen konnte, bei dem mindestens ein Ferienhaus sowie ein weiteres Gebäude, möglicherweise ein Gartenhaus, vollständig zerstört wurden und bis auf die Grundmauern niederbrannten. Auch ein Auto wurde ein Raub der Flammen. Zur Höhe des entstandenen Sachschadens konnte die Polizei bislang keine Angaben machen.

Wir berichten weiter.

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