Fr., 27.05.2016

Schiffahrter Damm in Greven Zwei Tote nach schwerem Verkehrsunfall

Schiffahrter Damm in Greven  : Zwei Tote nach schwerem Verkehrsunfall

Foto: Jens Keblat

Greven - 

(Aktualisiert: 13:30 Uhr) Eine dramatische Situation, ein schreckliches Ereignis: bei dem Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 481, dem Schifffahrter Damm in Höhe des Restaurants Wauligmann, sind am späten Donnerstagabend zwei Menschen ums Leben gekommen, zwei weitere erlitten schwere bzw. leichte Verletzungen.

Von Jens Keblat

Um 22.25 Uhr erhielten Feuerwehr und Polizei den Notruf von der Bundesstraße: „Alarmstichwort für die Feuerwehr war Verkehrsunfall, Pkw gegen Lkw, hieß es ursprünglich in der Alarmmeldung“, sagt Marc Pöttgen. Als Feuerwehrmann von der Hauptamtlichen Wache war er mit seinem Erstangriffsteam als einer der ersten Rettungskräfte an der Einsatzstelle.

Anfangs waren die Retter noch von einem Auffahrunfall ausgegangen, doch dann sei alles plötzlich ganz anders gewesen: „Bei Eintreffen bot sich dann das Bild, dass ein Pkw mit Anhänger mit einem weiteren Pkw verunfallt war. Es war zu erkennen, dass eine Person offenbar bereits durch Ersthelfer auf dem Gehweg reanimiert wurde“, sagt Feuerwehrmann Pöttgen, der weiter ausführt: „In der weiteren Erkundung stellte sich heraus, dass noch eine weitere Person in einem der Pkw eingeklemmt war. Eine dritte verletzte Person lag ein bisschen weiter weg von der Unfallstelle und wurde auch bereits durch Ersthelfer versorgt.

Diese drei Personen waren alle in dem Pkw mit dem Anhänger, der Fahrer in dem weiteren Pkw war alleine und ist durch eigene Kraft aus dem Pkw gekommen und war leicht verletzt.“ Dieser aber erweckte prompt die Aufmerksamkeit der mit einem größeren Aufgebot angerückten Polizei: „Wir stellten bei ihm einen Atemalkoholwert von 1,2 Promille fest“, sagte ein Polizist vor Ort. Die Entnahme einer Blutprobe wurde kurzerhand angeordnet.

Was zum Unfallhergang - die weitergehenden Ermittlungen laufen auf Hochtouren - bislang klar scheint: der 52-jährige Fahrer Mercedes-Benz T-Modell mit dem Anhänger beabsichtigte offenbar, den Parkplatz des Restaurants zu verlassen, dabei kam es dann offensichtlich zu der verheerenden seitlichen Kollision mit dem aus Fahrtrichtung Münster kommenden 49-jährigen Fahrer des Audi A4. Durch die Wucht des Aufpralls und die schweren Verletzungen verstarben der 52-Jährige und dessen Beifahrer noch an der Unfallstelle, eine 37-jährige Frau, die zum Zeitpunkt des Unfalls im Fond des Mercedes saß, erlitt schwere Verletzungen.

Fotostrecke: Tödlicher Unfall in Greven

Marc Pöttgen: „Wenn man schon einige Jahre diesen Beruf ausübt, kann man natürlich auf Erfahrungen zurückgreifen. Man stellt sich alles vor und geht erstmal vom Schlimmsten aus, um da gerüstet zu sein“, vor allem jüngere Kameraden entließ Einsatzleiter und Wehrführer Matthias Wendker bereits frühzeitig aus dem bedrückenden Großeinsatz: „Die Kollegen haben sich zusammengefunden und reden – das hilft. Ein Team der Notfallseelsorger ist auch mit vor Ort.“

Umso beeindruckter zeigte sich Pöttgen vom Engagement der zahlreichen Ersthelfer und formuliert folgenden Appell: „Ersthelfer sind für unsere Arbeit unheimlich wichtig. Die Überlebenschancen für die Patienten sind letztendlich höher, wenn mit solchen Maßnahmen schnell begonnen wird. Wenn augenscheinlich noch nichts passiert und wenn etwas den Anschein hat, dass da Hilfe geleistet werden muss – und wenn Sie nur anhalten und fragen, ob sie etwas tun können. Da ist schon einiges mit getan.“ Vorbeifahrende Fahrzeugführer, Restaurantbesucher und Küchenpersonal – sie alle hatten ihr Bestes gegeben, immer wieder ihre Hilfe angeboten.

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