Fr., 27.05.2016

Milchkrise in NRW Verband sieht 1800 Höfe bedroht

Milchkrise in NRW  : Verband sieht 1800 Höfe bedroht

Foto: Jürgen Peperhowe

In Nordrhein-Westfalen geraten immer mehr Bauernhöfe in Existenznot. Im laufenden Jahr könnten nach Angaben des Rheinischen Landwirtschaftsverbandes (RLV) bis zu fünf Prozent der Betriebe - vor allem Milchbauernhöfe - betroffen sein.

Von dpa, lnw

Sie stünden wegen „gnadenlosen Preisdrucks“ auf dem Milchsektor entweder vor dem Aus oder müssten sich radikal umstellen, sagte Andrea Bahrenberg der „Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe). Der Landwirtschaftsverband Westfalen-Lippe rechne mit ähnlichen Zahlen. Das würde bedeuten, dass von den 36.000 landwirtschaftlichen Betrieben in NRW rund 1800 akut bedroht sind.

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft in NRW fordert Sofortmaßnahmen. Statt Preisdumping durch Discounter und Molkereien sowie fataler Export-Fixierung der Molkereien und Agrarpolitik brauche es eine Qualitäts-Strategie und Sofortmaßnahmen zur Rettung der Höfe, sagte der Vorsitzende Bernd Schmitz vor dem Milchgipfel am Montag in Berlin.

Dem Discounter Aldi Süd soll diesen Freitag in Mülheim von Bauern die Negativauszeichnung „Goldener Aasgeier 2016“ überreicht werden. Mit der jüngsten Milchpreis-Senkung auf 46 Cent pro Liter Vollmilch habe Aldi die Krise für die Milchviehbetriebe verschärft, sagte Schmitz.

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