Fr., 27.05.2016

Region bekommt im Prognos-Zukunftsatlas bessere Noten Rosige Aussichten fürs Münsterland

Münster hat laut Prognos innerhalb des Münsterlandes die besten Zukunftsaussichten.

Münster hat laut Prognos innerhalb des Münsterlandes die besten Zukunftsaussichten. Foto: dpa

Münsterland - 

Das Münsterland hat seine Zukunftsfähigkeit weiter verbessert. Im am Freitag vorgestellten „Zukunftsatlas 2016“ des Prognos-Instituts hat vor allem die Stadt Münster mit dem 41. Platz wieder eine  gute Position unter den 402 Kreisen und kreisfreien Städten Deutschlands erreicht. Bei der letzten Erhebung vor drei Jahren reichte es allerdings noch für Platz 38.

Von Jürgen Stilling

Drei der vier münsterländische Kreise haben indes ihren Rang verbessert: Der Kreis Coesfeld kletterte vom 171. auf den 144. Platz, der Kreis Warendorf von Position 195 auf 162. Geringfügig verbesserte sich der Kreis Steinfurt um zwei Plätze auf Rang 175.

Lediglich für den Kreis Borken ging es abwärts – und zwar von Ranking-Nummer 126 auf nunmehr lediglich 198.

Vor alle die wachsende Bevölkerung bringt dem Münsterland eine rosige Zukunftsperspektive. Im Prognos-Zukunftsatlas punkten die münsterländischen Kreise und die Stadt Münster insbesondere mit der günstigen demografischen Situation.

Die Stadt Münster kommt hier unter allen 402 bundesdeutschen Kreisen und Großstädten sogar auf Platz neun. Gut schneidet Münster auch bei der Arbeitsmarktlage ab. In der Kategorie „Wohlstand und soziale Lage“ liegt die Westfalenmetropole jedoch nur auf Rang 289.

Der Kreis Coesfeld ist nach Auffassung der Prognos-Forscher vor allem wegen der günstigen Arbeitsmarktperspektive gut für die Zukunft aufgestellt (Platz 117). Dass dennoch nur der Gesamtrang 144 erreicht wurde, liegt an dem schwächeren Platz 255 in Sachen „Wettbewerb & Innovation“.

Genau in dieser Sparte schneidet der Kreis Warendorf in der Prognos-Studie mit Platz 119 deutlich besser ab.   Dennoch reichte es nur für Gesamtplatz 162, weil die Kategorie „Wirtschaft  &  Arbeitsmarkt“ (185) die Bilanz  trübte.

Der Kreis Steinfurt hat die gleichen Stärken und Schwächen wie die Stadt Münster: Platz 114 bei der Demografie, nur Rang 235 bei Wohlstand und sozialer Lage.

Mit schwachen Plätzen in der Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit (217) sowie bei der sozialen Lage (222) reichte es für den Kreis Borken nur noch für den Gesamtrang 198 nach 126 im vorausgegangenen Zukunftsatlas aus dem Jahr 2013.

Bundesweit waren der Landkreis und die Stadt München wieder nicht zu schlagen. Sie belegen erneut die Top-Plätze als zukunftsfähigste Regionen Deutschlands. Weiterhin sehr düster sind die Aussichten der Studie zufolge für viele ländliche Regionen in Ostdeutschland. Schlusslicht des Rankings ist der Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt. Davor liegen acht weitere Kreise im Osten der Republik.

Beim erstmals von Prognos parallel durchgeführten Ranking zu den Perspektiven in der Digitalwirtschaft steht das Münsterland schlecht da: Lediglich die Stadt Münster bekam hier drei von fünfeinhalb möglichen Sternen, während alle Münsterland-Kreise bei der Digitalisierungsperspektive nur magere zwei Sterne erhielten. Drei Digitalisierungs-Sterne gab es für die Stadt Osnabrück. Im Gesamt-Ranking fiel die niedersächsische Stadt allerdings von Platz 130 auf 140 zurück.  

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