Mo., 30.05.2016

Unwetter Überschwemmungen und Staus in NRW - Münsterland bleibt verschont

Unwetter : Überschwemmungen und Staus in NRW - Münsterland bleibt verschont

Starke Regenfälle in NRW: Autos stehen in Oberhausen in einer überfluteten Straßenunterführung. Foto: dpa

Münsterland - 

Regenmassen in fast allen Teilen Nordrhein-Westfalens: Die Woche hat nass und mächtig ungemütlich begonnen. In Teilen von NRW gibt es Überschwemmungen und Staus auf den Autobahnen. Das Münsterland ist bisher verschont geblieben, aber das Potenzial für starke Gewitter und Hagel bleibt bestehen.

Von Carsten Vogel mit dpa

Ein starkes Unwetter hat den Start in die Woche in weiten Teilen Nordrhein-Westfalens verdüstert. Während die Regenwolken am frühen Morgen noch weitgehend folgenlos über die meisten Teile NRWs hinwegzogen. Es galten Warnungen der Stufe zwei auf der vierteiligen Warn-Skala vor Gewittern mit Starkregen und Windböen mit Geschwindigkeiten von 60 Kilometern pro Stunde. Das traf für weite Teile Nordrhein-Westfalens zu.

So heftig wie in anderen Bundesländern waren Sturm und Regen in NRW aber nicht. Während das Tief „ Elvira“ mit Gewitter und Starkregen vor allem in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz schwere Folgen hatte, blieb Nordrhein-Westfalen bis zum Morgen von Erdrutschen oder Unfällen verschont. Alle Unwetterwarnungen für NRW wurden am späten Vormittag wieder aufgehoben.

Fotostrecke: Schwere Unwetterschäden in Deutschland

Diplom-Meteorologe Jürgen Schmidt, Geschäftsführer von WetterKontor, sagt aber, dass eine Restgefahr für Unwetter im Münsterland bestehen bleibt: "Starke Windböen wird es im Münsterland eher nicht geben, das Wetter wird sich nachts beruhigen, am Dienstag bleibt es moderat. Ab Mittwoch aber nimmt das Potenzial für starken Regen und Hagel wieder zu".

Bochum ohne Notruf

Starker Regen wurde unter anderem auch in den Kreisen Borken und Recklinghausen sowie in Bottrop und Gelsenkirchen erwartet, ebenso in den Kreisen Kleve und Wesel, in Essen und Oberhausen. Auch in Düsseldorf wurden Gewitter mit Sturmböen, starker Regen und Hagel erwartet. Auf Autobahnen war die Sicht für Autofahrer erheblich eingeschränkt, der Verkehr staute sich und stockte, weil sich tiefe Pfützen bildeten. Auf der A43 schlug ein Blitz in den Mannschaftsbus von Preußen Münster.

In Bochum hat ein Blitz den Notruf 110 im Bochumer Polizeipräsidium lahmgelegt. Die rund 634.000 Einwohner in Bochum, Herne und Witten sollten deshalb direkt die Leitstelle im Präsidium anrufen, teilte die Polizei mit. „Es war ein Wahnsinnskrach, es zischte auch“, berichtete ein Polizeisprecher über den Blitzeinschlag.

Fotostrecke: Was man bei Blitzen beachten sollte

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