Di., 31.05.2016

Weniger Asylbewerber nach Glanerbrug? Schnitzer bei der Berechnung

Das Terrain, auf dem das Asylbewerberzentrum entstehen soll.

Das Terrain, auf dem das Asylbewerberzentrum entstehen soll. Foto: Martin Borck

Enschede - 

Ein Schnitzer der für Asylbewerber in den Niederlanden zuständigen Behörde COA führt möglicherweise dazu, dass weniger Asylbewerber nach Enschede kommen als geplant. Das Zentrum, das zwischen Glanerbrug und Enschede errichtet werden soll, wird auf keinen Fall wie geplant im November in Betrieb gehen können. Das berichtet der Twentsche Courant Tubantia.

Grund: Die Planer haben bei ihren Berechnungen für das Zentrum die Werte für eine Notunterkunft zugrunde gelegt, nicht die für eine auf Dauer ausgelegte Unterkunft. In einer Notunterkunft können mehr Menschen untergebracht werden, und die Bauauflagen sind nicht so streng.

Nun müssen die Baupläne angepasst werden – und es ist mehr Platz für die Wohneinheiten erforderlich. Die Stadtverwaltung will jedoch an den ursprünglichen Absprachen festhalten. Sie hat das COA aufgefordert, innerhalb des ausgewiesenen Plangebiets zu bleiben. Eine größere Baueinheit sei auf dem mittlerweile sanierten Gelände nicht zu verwirklichen. CAO und Stadtverwaltung gingen bislang davon aus, dass 600 Personen in dem neuen Wohngebäuden untergebracht werden. Die Zahl könnte nun deutlich geringer ausfallen.

Dass der Fehler beim COA dazu führt, das die Pläne für das Areal ganz fallengelassen werden, glaubt der zuständige Enscheder Dezernent Jurgen van Houdt nicht. „Das COA hat uns versichert, dass die Dringlichkeit für ein Asylsucherzentrum nach wie vor hoch ist.“

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