Mi., 30.11.2016

„Kalendergirls“ auf der Freilichtbühne Anständig nackelig beim Fotoshooting

Strahlend vor Lebensfreude, aber noch züchtig bedeckt: Die sechs „Kalendergirls“ (vordere Reihe) und ihre Mitstreiterinnen.

Strahlend vor Lebensfreude, aber noch züchtig bedeckt: Die sechs „Kalendergirls“ (vordere Reihe) und ihre Mitstreiterinnen. Foto: Rosemarie Bechtel

Reckenfeld - 

Die Proben für „Kalendergirls“ laufen auf Hochtouren, der Kalender dazu ist schon fertig. Wie er aussieht, das ist noch geheim. Nur so viel sei verraten: Das Wort „anständig-nackelig“ passt nicht schlecht.

Von Rosemarie Bechtel

Wer schon einmal den Film „Kalendergirls“ gesehen hat, kann sich vielleicht vorstellen wie viel Mut es die Protagonisten gekostet haben muss, sich für Nacktfotos für einen Kalender zu entblößen. Die Freilichtbühne spielt im Studio der Bühne ab dem 21. Januar „Kalendergirls“ als Bühnenstück.

Die Idee dazu hatte Viola Niepel die gemeinsam mit ihrer Tochter Nele als Co-Assistentin Regie führt. „Ich finde den Film toll, das Textbuch ist schwierig umzusetzen. Man darf das Stück auf keinen Fall auf die Fotoszenen reduzieren“. Es geht um Tief-Menschliches, aber auch um Situationskomik mit feinem britischen Humor. „Kein Schenkelklopfer!“, betont Viola Niepel.

Die Proben machen Spaß, fordern aber auch denn: „Das Schwierigste ist, so zu sprechen wie im ganz normalen Alltag. Es soll eben nicht gespielt aussehen. Das, was die Darsteller zeigen, muss man ihnen glauben, das Stück lebt von den Charakteren jeder Einzelnen“.

Aber nicht nur davon, wie beim Besuch kurz vor Probenbeginn festzustellen ist. Mit Gudrun Maslanka werden die Kostüme bis ins kleinste Detail besprochen. Sie müssen zur Person und deren Charakter passen.

Foto-Shooting für Kalender

Der Kalender ist bereits fertig. Waren die Fotoszenen jemandem peinlich? „Nein, überhaupt nicht“, versichern Christiane Meinecke und Cathrin Herkt unisono. Vielleicht einen kurzen ersten Moment lang, aber man kennt sich untereinander gut. Lambert Albermann spielt in dem Stück den Fotografen und hat auch die Fotos für den Kalender gemacht. Er hat allen sechs Damen, die die Kalendergirls spielen, die Hemmungen genommen, die anfangs kurz da waren. „Oben herum sind wir für die Fotos nackig, es ist aber trotzdem nichts zu sehen“, verrät Cathrin Herk augenzwinkernd.

Im Stück selbst sind die Fotoszenen nur ein kleiner Teil der ansonsten zu Herzen gehenden Geschichte. Die Hauptaussage des Stückes ist die Freundschaft der sechs Frauen untereinander. Erstaunlich auch, dass sich beim Casting für dieses ungewöhnliche Theaterstück mehr Frauen beworben haben als gebraucht wurden.

Premiere am 21. Januar

Man darf also auf die Premiere am 21. Januar gespannt sein. Die Nachfrage ist bereits jetzt für die fünf geplanten Aufführungstermine sehr groß.

Infos: www.reckenfeld-freilichtbuehne.de oder ✆ 0 25 75 / 15 66.

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