Fr., 16.12.2016

Kein Anfangsverdacht Ermittlungen gegen Johannes Röring eingestellt

Bauernpräsident Johannes Röring

Bauernpräsident Johannes Röring Foto: Wilfried Gerharz

Münster - 

Die Staatsanwaltschaft in Münster hat das Ermittlungsverfahren gegen Bauernpräsident Johannes Röring eingestellt. Verschiedene Tierschutzorganisationen hatten nach Bildaufnahmen aus dem Mastbetrieb in Vreden Strafanzeige gestellt. "Die Staatsanwaltschaft Münster hat das Verfahren wegen fehlender zureichender tatsächlicher Anhaltspunkte für eine Straftat eingestellt", teilte die Behörde mit.

Von Frank Polke

Auslöser der Ermittlungen waren Aufnahmen, die Aktivisten einer Tierschutzorganisation in dem vom Sohn Rörings betriebenen Schweinemastbetrieb gemacht hatten. Diese wurden dem NDR zugespielt und in der ARD ausgestrahlt. Zu sehen sind Bilder, die auf Misstände in einzelnen Bereichen zu einer bestimmten Zeit hindeuten.

"Diese möglichen Misstände haben jedoch keinen Anfangsverdacht für eine Straftat begründet", erklärte die Staatsanwaltschaft . Dafür seien nach den Bestimmungen des Tierschutzgesetzes aber "länger anhaltende oder sich wiederholende erhebliche Schmerzen oder Leiden" notwendig. Dies sei in dem Vredener Betrieb nicht ersichtlich.

Die Bilder hatten eine Debatte über die Zustände in der modernen Landwirtschaft ausgelöst. Johannes Röring ist neben seinem Amt als Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes auch CDU-Bundestagsabgeordneter im Kreis Borken.

Auch die Praktiken der Tierschützer standen dabei in der Diskussion, da die aufgenommen Bilder unter rechtswidrigen Umständen entstanden sind.

Soweit die Staatsanwaltschaft Münster auch Vorwürfe gegen die Verantwortlichen eines Schweinemastbetriebs in Saerbeck untersucht, dauern die Prüfungen dort noch an.

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