Fr., 14.07.2017

Vorwürfe gegen Schulze Föcking Laschet will Ermittlungen gegen NRW-Landwirtschaftsministerin abwarten

Vorwürfe gegen Schulze Föcking : Laschet will Ermittlungen gegen NRW-Landwirtschaftsministerin abwarten

Ein Polizeiauto steht vor dem Hof des Schweinemast-Betriebes Schulze Föcking in Steinfurt. Foto: Guido Kirchner/dpa

Münster/Düsseldorf - 

Nach den Vorwürfen wegen Tierschutz-Verstößen in der Schweinemast gegen Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking will Ministerpräsident Armin Laschet die Ermittlungen der Behörden abwarten. Die Staatsanwaltschaft Münster prüft, ob sie ein Ermittlungsverfahren eröffnen wird.

Von Hilmar Riemenschneider

Auch der am Freitag gestellten Strafanzeige einer Berliner Tierschutz-Stiftung muss die Staatsanwaltschaft nachgehen. Das Kreisveterinäramt Steinfurt will auf Grundlage der von Tierschutz-Aktivisten heimlich gefilmten Videos jetzt dem Anfangsverdacht auf Tierschutz-Verstöße nachgehen.

Laschet weist Rücktrittsforderungen zurück

„Das Tierwohl hat für mich allerhöchste Priorität“, sagte Laschet am Freitag dem WDR. „Insofern ist das für mich der Maßstab, mit dem Politik gestaltet wird.“ In einem weiteren Interview wies er Rücktrittsforderungen der Grünen gegen Schulze Föcking als „nicht gerechtfertigt“ zurück. Er finde die Erklärungen ihres Ehemannes Frank Schulze Föcking, der den Familienhof übernommen hat, überzeugend.

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Angekündigte Strafanzeige ist gestellt

Die Berliner Albert-Schweitzer-Stiftung für Tierschutz hat derweil die zuvor angekündigte Strafanzeige gegen die NRW-Agrarministerin gestellt. Ausweislich der von der Organisation „Tierretter.de“ veröffentlichten Videoaufnahmen zeigten, dass verletzte Tiere nicht hinreichend behandelt worden seien. Zur Zeit der Aufnahmen sei Schulze Föcking noch Betriebsleiterin gewesen.

Grüne fühlen Veterinär auf den Zahn

Derweil nehmen die Grünen im Kreis Steinfurt den zuständigen Veterinär Christoph Brundiers ins Visier: In einer Anfrage wollen sie von Landrat Klaus Effing wissen, warum die Routinekontrolle keine Hygienemängel ergeben habe, wie sie auf den Videos erkennbar seien. Auch wollen sie wissen, warum die Kontrolle kurz vor dem Bericht von Stern-TV stattfand.

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