Di., 26.12.2017

Angehörige finden 71-Jährigen tot im Rollstuhl Rentner wird Opfer von Gewaltverbrechen

An Heiligabend wird in diesem Haus an der Letter Straße ein 71-jähriger Mann Opfer eines Gewaltverbrechens. Die Polizei hat den Tatort abgesperrt. Die Ermittlungen dauern an. Das Tatmotiv ist noch unklar.

An Heiligabend wird in diesem Haus an der Letter Straße ein 71-jähriger Mann Opfer eines Gewaltverbrechens. Die Polizei hat den Tatort abgesperrt. Die Ermittlungen dauern an. Das Tatmotiv ist noch unklar. Foto: Joachim Edler

Beelen - 

Am Vormittag des Heiligabends informieren Angehörige die Polizei in Warendorf. Sie finden einen 71-Jährigen tot in seiner Wohnung in Beelen, in seinem Rollstuhl sitzend. „Die sichtbaren, erheblichen Verletzungen des Verstorbenen deuten auf eine massive Gewalteinwirkung hin“, so der Leiter der Mordkommission, Kriminalhauptkommissar Rainer Wilp. Die Ermittlungen laufen nun auf Hochtouren.

Von Joachim Edler

An Heiligabend wird ein 71-jähriger Mann in seiner Wohnung an der Letter Straße in Beelen tot aufgefunden. Die Polizei geht von einem Gewaltverbrechen aus. Die Mordkommission ermittelt, die Staatsanwaltschaft ist eingeschaltet. Noch am ersten Weihnachtstag wird der 71-Jährige obduziert und es bestätigt sich der schreckliche Verdacht: „Die Rechtsmediziner haben festgestellt, dass die Einwirkung stumpfer Gewalt, wie sie bei Schlägen gegen den Kopf entsteht, den Tod des 71-jährigen Mannes verursacht hat“, erläuterte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt das Ergebnis der Obduktion im Institut für Rechtsmedizin der Universitätsklinik Münster.

Massive Gewalteinwirkung

Am Vormittag des Heiligabends alarmierten Angehörige die Polizei in Warendorf, als sie den 71-Jährigen tot in seiner Wohnung, in seinem Rollstuhl sitzend, aufgefunden hatten. „Die sichtbaren, erheblichen Verletzungen des Verstorbenen deuten auf eine massive Gewalteinwirkung hin, daher übernahm eine Mordkommission des Polizeipräsidiums Münster die Ermittlungen. Tathergang und Todesursache sind bislang völlig unklar“, so der Leiter der Mordkommission, Kriminalhauptkommissar Rainer Wilp. „Derzeit sichern Beamte der Kriminaltechnik die Spuren in der Wohnung des Verstorbenen.“ Die Ermittler befragen zurzeit auch erste Zeugen. Die Ermittlungen dauern an.

Spurensuche läuft auf Hochtouren

„Nach bisherigen Ermittlungen wurde der Rentner am Freitag (22. Dezember) letztmalig lebend gesehen“, so Oberstaatsanwalt Botzenhardt weiter. „Die Mordkommission geht deshalb jedem Hinweis nach, der sich auf Auffälligkeiten im Umfeld des Verstorbenen in der Zeit von Freitag bis Heiligabend bezieht.“ Die Spurensuche und -Sicherung in Beelen sei noch nicht abgeschlossen und laufe trotz der Feiertage weiter auf Hochtouren.

Beelen im Schockzustand

Das Gewaltverbrechen ist in der beschaulichen 6000-Seelen-Gemeinde Beelen im Kreis Warendorf über Weihnachten Gesprächsthema Nummer eins. Vor der Pfarrkirche St. Johannes Baptist sind einige Kirchgänger geschockt, können es immer noch nicht fassen. Der Rentner scheint in dem Haus, das außerhalb des Ortskerns liegt, allein gewohnt zu haben. Das Tatmotiv ist noch unklar. Von einem „Racheakt“ sprechen die einen im Dorf, die anderen: „Es ging bestimmt um Geld.“ Genaues weiß man aber nicht.

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