Fr., 19.01.2018

Sturmtief „Friederike“ Landesbetrieb: „In Wäldern herrscht Lebensgefahr“

Sturmtief „Friederike“: Landesbetrieb: „In Wäldern herrscht Lebensgefahr“

Auswirkungen des Orkans "Friederike" in Seppenrade. Foto: Ulrich Lieber

Münster - 

Sturmtief „Friederike“ hat in den Wäldern Nordrhein-Westfalens zahlreiche Schäden angerichtet. Stefan Befeld, Pressesprecher des Landesbetriebs Wald und Holz, ist am Tag danach sicher, dass die Schäden deutlich geringer sind als beim Orkan „Kyrill“, der vor elf Jahren einige Wälder großflächig vernichtet hatte.

Von Marion Fenner

„Nach jetzigem Stand gehen wir davon aus, dass zwar zahlreiche Bäume oder Baumgruppen umgestürzt sind, sich aber ein größerer Flächenschaden in Grenzen hält.“ „Friederike“ sei zwar bei den Spitzengeschwindigkeiten stärker gewesen als Kyrill“, erklärt Befeld. „Kyrill“ habe damals eher wie „eine große Wand geweht“, während „Friederike“ vorwiegend böig war.

Fotostrecke: Orkantief Friederike in Münster

Die Mitarbeiter des Landesbetriebs machten sich jetzt ein Bild von den Schäden, genaue Zahlen seien zum Beginn der nächsten Woche zu erwarten. Befeld geht davon aus, dass der Sturm insbesondere Fichten umgeworfen hat und vereinzelt auch Laubbäume. Die Aufräumarbeiten würden Wochen dauern.

Der Sprecher warnt davor, Wälder zu betreten. „Dort besteht Lebensgefahr.“ Für alle Wälder der Kreise Borken, Coesfeld, Steinfurt und Warendorf sowie der Stadt Münster seien bereits Betretungsverbote verhängt. Schräg stehende Bäume oder Äste, die in den Kronen hängen, könnten zu Boden fallen. Diese Gefahr werde oft unterschätzt, ist Befeld überzeugt. „Wenn ein Geräusch zu hören ist, ist es eigentlich schon zu spät.“

RE-LIVE: Der Liveticker zum Orkan "Friederike" zum Nachlesen

Haarscharf an der Katastrophe vorbei: Orkantief „Friederike“ in Münster

 

 

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