Mo., 29.01.2018

Einbruchserie Gesamtschaden von 129. 630 Euro

 Bereits zum Prozessauftakt hatte das Duo gestanden, für eine Serie von Einbrüchen in der Region verantwortlich zu sein. Am Dienstag soll das Urteil gefällt werden.

 Bereits zum Prozessauftakt hatte das Duo gestanden, für eine Serie von Einbrüchen in der Region verantwortlich zu sein. Am Dienstag soll das Urteil gefällt werden. Foto: dpa

Osnabrück/Westerkappeln - 

Vier Jahre und elf Monate hat jetzt die Staatsanwaltschaft Osnabrück für einen 52-jährigen Litauer wegen besonders schweren Diebstahls und Computerbetrugs gefordert.

Von Christina Halbach

Vier Jahre und elf Monate hat jetzt die Staatsanwaltschaft Osnabrück für einen jetzt 53-jährigen Litauer wegen besonders schweren Diebstahls und Computerbetrugs gefordert. Der 29-jährige Mitangeklagte soll für zwei Jahre und elf Monate ins Gefängnis. Bereits zum Prozessauftakt hatte das Duo gestanden, für eine Serie von Einbrüchen in der Region verantwortlich zu sein.

Die Angeklagten hatten nach einer Verständigung zwischen Verteidigung, Gericht und Staatsanwaltschaft eingeräumt, zwölf Einbruchsdiebstähle in Einfamilienhäuser im emsländischen Haren, in den nordrhein-westfälischen Kommunen Ibbenbüren und Westerkappeln sowie in Wallenhorst, Bissendorf und Bramsche im Landkreis Osnabrück alleine, gemeinsam oder mit gesondert verfolgten Mittätern begangen zu haben. Weitere Einbrüche, die nach den Ermittlungen auf ihr Konto gegangen sein sollen, wurden im Gegenzug eingestellt.

Entsprechend kurz fielen die Plädoyers von Staatsanwaltschaft und Verteidigung aus. Im Falle des 53-Jährigen sah es der Anklagevertreter als erwiesen an, dass dieser sich im Zeitraum von Dezember 2013 bis Juni 2017 regelmäßig in Deutschland aufgehalten hat, um von seiner Wohnung an der Bramscher Straße zu Einbruchsdiebstählen in die Umgebung aufzubrechen. Insgesamt zehn der zwölf angeklagten Einbrüche sollen auf sein Konto gehen, fünf davon habe er gemeinsam mit dem Mitangeklagten verübt, mit dem er sich im April 2017 zusammengetan habe.

Die dabei entwendeten Wertgegenständen wie Silberbestecke, Schmuck, technische Geräte und Sparbücher, aber auch Dinge des täglichen Gebrauchs wie Lebensmittel, Werkzeuge und Kleidung hätten sie im Anschluss regelmäßig im osteuropäischen Ausland zu Geld gemacht. In einem Fall habe der ältere Angeklagte außerdem mit einer geklauten EC-Karte in drei Tranchen Geld an einem Bankautomaten abgehoben. Der 29-jährige Angeklagte soll für insgesamt sieben Einbrüche verantwortlich sein, zwei habe er alleine begangen.

„Dadurch sind den Geschädigten hohe materielle und auch immaterielle Schäden entstanden“, stellte der Staatsanwalt mit Blick auf die Schadenssumme, die mit rund 129 630 Euro beziffert wird, fest. Denn neben dem Verlust von Wertgegenständen, die häufig nicht wieder zu beschaffen sind, hätten die Einbrüche auch den Verlust des Sicherheitsgefühls und psychische Beeinträchtigungen nach sich gezogen.

Zugunsten der Angeklagten wurde gewertet, dass diese sich im Wesentlichen umfassend geständig eingelassen haben. Zulasten des 53-Jährigen führte der Staatsanwalt hingegen dessen einschlägiges Vorstrafenregister in seinem Heimatland Litauen an. Auch der 29-jährige verfüge über Hafterfahrung und habe dennoch die vorgeworfenen Taten begangen. Dessen Verteidiger schloss sich den Worten der Staatsanwaltschaft weitgehend an. Das Urteil wird für den heutigen Dienstag, 30. Januar, erwartet.

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