Sa., 03.02.2018

Stadion-Pläne für Bösensell Senden steht für Gespräche zur Verfügung

Der Preußen-Adler sucht immer noch nach einem Horst für seinen Club.

Der Preußen-Adler sucht immer noch nach einem Horst für seinen Club. Foto: Schwarze Blanke

Senden - 

Das Thema möglicher Stadion-Bau in Bösensell ist nicht vom Tisch. Seit der Entscheidung zur Ausgliederung des Profibereichs hat die SCP-Führungsriege aber noch keine Gespräche mit Sendens Rathausspitze geführt.

Von Dietrich Harhues

Soll die Stadion-Standort-Suche schon enden, bevor sie richtig begonnen hat? Sollte Senden dem SC Preußen bereits einen Korb gegeben haben? Entsprechende Mutmaßungen, die vereinzelt die Runde machen, gehören ins Reich der Gerüchteküche. Bürgermeister Sebastian Täger stellt auf WN-Anfrage klar: „Für Gespräche mit dem Verein und der Stadt Münster steht die Gemeinde Senden nach wie vor zur Verfügung.“

Der Traditionsclub von Münsters Hammer Straße hatte die Stadionfrage selbst etwas in den Hintergrund geraten lassen, weil der Verein zunächst die Hürde bei der Ausgliederung des Profi-Bereichs überspringen wollte. Das ist der SCP-Führungsriege, wie ausführlich berichtet, bei der Mitgliederversammlung am 14. Januar gelungen. Kaum war dieses Kapitel per Mehrheitsvotum abgehakt, hatten Preußen-Präsidium und Aufsichtsrat angekündigt, dass Thema Stadion wieder nach oben auf die Agenda zu setzen.

Abwägung von Chancen & Risiken

Die alles entscheidende Frage in diesem Zusammenhang bestehe darin, ein Grundstück zu finden. „Zeitnah“, so hieß es, sollen deshalb Gespräche mit Sendens Verwaltungsspitze und mit Kommunalvertretern Grevens geführt werden.

Dazu ist es wegen Bösensell aber noch nicht gekommen, konkretisiert Täger gegenüber den WN. Die Verwaltungsspitze im Rathaus sei weiterhin offen dafür, in die Abwägung der möglichen Chancen und Risiken durch eine „Münsterland-Arena“ hineinzugehen. Eine inhaltliche Festlegung, so erscheint es Beobachtern, haben weder Verwaltung noch Politik bisher vorgenommen. Täger möchte dazu nicht nur mit dem SCP verhandeln, sondern einen engen Dialog mit dem Oberzentrum Münster führen.

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Beim Zeitrahmen für ihr Stadion-Projekt haben die Preußen wohl selbst auf Offensive umgeschaltet: Spätestens in vier Jahren sollen die SCP-Kicker in einer neuen Sportarena spielen, wird Aufsichtsrat Dr. Clemens Große Frie zitiert.

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