Mo., 26.02.2018

Umgestaltung des Marktplatzes Modern oder einfach hässlich ?

Der „kleine Markt“ soll durch einen Brunnen aufgewertet werden. Der Walbert-Brunnen (li.) wird verschwinden müssen. Diskussionen gibt es über die moderne Muster-Laterne, die die Stadt derzeit vor der Alten Post präsentiert.

Der „kleine Markt“ soll durch einen Brunnen aufgewertet werden. Der Walbert-Brunnen (li.) wird verschwinden müssen. Diskussionen gibt es über die moderne Muster-Laterne, die die Stadt derzeit vor der Alten Post präsentiert. Foto: Dietmar Jeschke

Drensteinfurt - 

Über die von der Stadt vorgeschlagenen neuen Marktplatzlaternen wurde in den vergangenen Tagen heftig debattiert. Heute soll der Stadtentwicklungsausschuss das Konzept zur Umgestaltung des Marktplatzes endgültig auf den Weg bringen.

Von Dietmar Jeschke

Modern, effektiv und puristisch – oder schlicht und einfach hässlich und einfallslos? Ein Thema, über das nicht nur unter Passanten, die in der vergangenen Woche die Alte Post passiert haben, sondern auch in sozialen Netzwerken, wo die von der Stadt vorgeschlagenen neuen Marktplatzlaternen zur Diskussion gestellt wurden, heftig debattiert wurde. Argumente, die am heutigen Montag erneut auf den Tisch kommen dürften, wenn der Stadtentwicklungsausschuss das Konzept zur Umgestaltung des Marktplatzes endgültig auf den Weg bringen soll.

Wurden die meisten Punkte – wie die künftige Verkehrsführung und die Parkmöglichkeiten – bereits in den vergangenen Sitzungen geklärt, geht es nun um die letzten Details. Wie etwa um besagte Laternen, die – so die Verwaltung – technisch einige unschlagbare Vorteile mitbringen würden. Wie etwa freies WLAN und Wasseranschlüsse für künftige Großveranstaltungen. Außerdem, so Bauamtsleiter Werner Rohde in der Sitzungsvorlage, können im vorgestellten Leuchtentyp mehrere LED-Spots untergebracht werden, die aus größerem Abstand in der Lage sind, die Fahrtrasse ausreichend zu beleuchten, ohne dass „Streulicht“ die Anwohner belastet. „Das ist mit den nach historischen Vorbildern gefertigten ,Altstadtleuchten‘, wie sie bislang am Marktplatz aufgestellt sind, nicht möglich“, so Rohde.

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Das ist mit den nach historischen Vorbildern gefertigten ,Altstadtleuchten‘, wie sie bislang am Marktplatz aufgestellt sind, nicht möglich.

Bauamtsleiter Werner Rohde

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Ein weiteres Detail, über das es zu beraten gilt, ist die Zukunft der Walbert-Figur, die bislang das Zentrum des Marktbrunnens bildet. Denn nach dem Entwurf des Ingenieurbüros Gnegel wird die Statue künftig keinen Platz mehr auf dem Marktplatz finden. „Die Figur wird zunächst eingelagert und zu einem späteren Zeitpunkt an anderer Stelle wieder aufgestellt – möglicherweise auf der Fläche vor der Kirche“, so Rohde. Der dort vorhandene Brunnen sei mittlerweile ziemlich marode und undicht. Deshalb könnte er theoretisch Platz für den Marktplatzbrunnen machen. Denn als Gesamtkunstwerk darf der „Walbert“ aus urheberrechtlichen Gründen nicht allein, sondern nur samt Brunnenbecken umziehen. Eile sei diesbezüglich jedoch nicht geboten, schildert die Verwaltung.

„Nebelbrunnen“ am „kleinen Markt“

Ein weiteres wichtiges Gestaltungselement des „neuen“ Marktes soll aus Sicht der Verwaltung der sogenannte „kleine Markt“ – also die bisherige Freifläche zwischen Sparkasse, Münsterstraße und Mühlenstraße – bilden. Das erste Gestaltungskonzept hatte für diesen Bereich einen „Nebelbrunnen“ vorgesehen. „Ich halte einen Brunnen mit unregelmäßig springenden Säulen allerdings für deutlich attraktiver“, schildert Bauamtsleiter Werner Rohde. Wie ein entsprechendes Modell aussehen könnte, könne aber frühestens in einigen Wochen genauer vorgestellt werden. Nämlich dann, wenn entsprechende Brunnen in einigen Nachbarstädten wieder „aus dem Winterschlaf erwachen“. In der Sitzung heute will das Planungsbüro zunächst einige Beispielfotos zeigen.

Damit das Gesamtprojekt „Marktplatz“ wie geplant im Sommer beginnen kann, muss der Ausbauplan jetzt möglichst umfassend auf den Weg gebracht werden, so die Verwaltung. Denn das Leistungsverzeichnis für die Ausschreibung müsse bis Mitte März aufgestellt sein. Den Bewilligungsbescheid der Bezirksregierung erwartet die Stadt im späten Frühjahr.

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