Mo., 05.03.2018

Tatort Autoscooter: Polizei ermittelt Grabscher Junge Afghanen stören den Kirmes-Frieden

Am Freitagnachmittag war am Autoscooter noch alles friedlich. Problemem bereite einen Gruppe afghanischer Flüchtlinge am Samstagabend.

Am Freitagnachmittag war am Autoscooter noch alles friedlich. Problemem bereite einen Gruppe afghanischer Flüchtlinge am Samstagabend. Foto: Michael Schwakenberg

Lienen - 

Dass jungen Frauen auf der Frühjahrskirmes am Samstagabend mutmaßlich von Flüchtlingen belästigt wurden, ist nach Aussage von Flüchtlingskoordinatorin Christina Kortmann-Zuch der erste Fall dieser Art in Lienen, von dem sie mitbekommen hat.

Von Michael Schwakenberg

„Aus aktuellen Gesprächen weiß ich, dass die Lienener Flüchtlinge entsetzt sind über diese Taten und sich ausdrücklich davon distanzieren“, sagte die Verwaltungsmitarbeiterin gestern im Gespräch mit den WN. Viele befürchteten jetzt, mit den Übeltätern „wieder in einen Topf geschmissen zu werden“. Dabei habe man in Lienen zu einem guten und funktionierenden Miteinander gefunden.

Allerdings wisse sie, dass der im Polizeibericht genannten Gruppe von acht bis zehn Personen nur zwei Flüchtlinge aus Lienen angehört hätten. Die anderen seien aus der Umgebung und einige sogar aus dem Ruhrgebiet angereist. Ob sich unter den beiden aus Lienen auch der 22-Jährige befindet, der im Autoscooter junge Frauen unsittlich berührt haben soll, dazu wollte Kortmann-Zuch sich nicht äußern.

Nach Auskunft von Reiner Schöttler, Sprecher der Steinfurter Kreispolizeibehörde, handelte es sich bei den Mitgliedern der Gruppe ausschließlich afghanische Staatsangehörige.

Kirmes-Organisator und Schausteller Bernhard Tovar aus Glandorf, der die Vorfälle selbst nicht mitbekommen hat, zog gestern ein durchwachsenes Fazit: „Der Freitag war natürlich reichlich kalt für eine Kirmes und der Samstag auch. Aber der frühlingshafte Sonntag hat einiges wieder rausgerissen.“ Auch der Standort am Dorfteich sei gut angekommen. Alles in allem wäre es ein zufriedenstellendes Wochenende gewesen, „wenn da nicht diese Vorfälle gewesen wären“.

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