Mo., 18.06.2018

Gemeinde beweist Rückgrat Übernachtungsfest in Kitas doch möglich

Der Protest hat Erfolg: Die Kirche als Träger „duldet“ die Übernachtungsfeste.

Der Protest hat Erfolg: Die Kirche als Träger „duldet“ die Übernachtungsfeste. Foto: di

Senden - 

Gute Nachricht für die Maxi-Kinder: In den kirchlichen Kitas und in der Tagesstätte der Gemeinde, „An der Drachenwiese“, sind Übernachtungsfeste doch möglich. Die Träger beweisen breite Schultern gegenüber einer Blockade durch die Bürokratie.

Von Dietrich Harhues

Der bürokratische Knoten war strammgezogen und verschlungen. Doch die Gemeinde Senden und die Pfarrgemeinde St. Laurentius als Träger von Kindertagesstätten schlagen ihn einfach durch. Beide haben ihren Einrichtungen grünes Licht gegeben, dass Übernachtungsfeste doch stattfinden können.

Gemeinde beweist Rückgrat

„Wir nehmen das auf unsere Kappe“, fasst Bürgermeister Sebastian Täger die Abwägung zusammen. Er hat schon in der vorigen Woche viele Gespräche mit dem Kreis und mit Düsseldorf geführt. Die Bauordnungsbehörde in Coesfeld habe ihm signalisiert, dass das Übernachtungsfest zum Abschied von der Kindergartenzeit in der Kita Drachenwiese genehmigungsfähig wäre. An der Rechtslage und den Gegebenheiten in der Einrichtung habe sich gegenüber den Vorjahren nichts geändert. Deshalb beweist die Gemeinde nun Rückgrat und setzt die übliche Praxis fort.

Täger, der hofft, dass sich das Problem 2019 durch eine Neufassung der Landesbauordnung erübrigt hat, stellt aber noch einmal klar, dass das Rathaus nur für seine eigene Kita entscheiden kann. Ansonsten liege der Ball beim Bauordnungsamt in Coesfeld, das an das bisher noch geltende Gesetz gebunden sei.

Kita-Leitung und Eltern entscheiden

Die Kirchengemeinde St. Laurentius zeigt ebenfalls breite Schultern. In ihren Kitas sollen Leitung und Eltern jeweils entscheiden, ob das Schlaffest über die Bühne geht. Merker bedauert, dass die Bürokratie ins Kraut geschossen sei. Wichtig sei, dass die faktische Lage in Ordnung sei: Unter anderem Fluchtwege, Brandmelder und Notbeleuchtung seien relevante Kriterien, die in den kirchlichen Kitas erfüllt seien. Der Träger informiere die Eltern und spreche eine „Duldung“ aus, so Merker.

Google-Anzeigen
Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5832332?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F947630%2F