Fr., 13.07.2018

Biologische Schädlingsbekämpfung per Drohne Vertrauen in Millionen Winzlinge

Reinhold Wintergalen (Agravis), Landwirt Andreas Teiner (hinten links), Michael und Andreas Willenbrink (vorne r.) und Dirk Steltig (hinten re.) ziehen beim Projekt „Schlupfwespe“ an einem Strang.

Reinhold Wintergalen (Agravis), Landwirt Andreas Teiner (hinten links), Michael und Andreas Willenbrink (vorne r.) und Dirk Steltig (hinten re.) ziehen beim Projekt „Schlupfwespe“ an einem Strang. Foto: Annette Metz

Sendenhorst - 

Neue Wege bei der Bekämpfung des Maiszünslers beschreitet der Sendenhorster Landwirt Andreas Teiner in diesem Sommer. Mit einer Drohne hat der Landwirt rund fünf Millionen kleine Schlupfwespen auf 25 Hektar Maisacker ausbringen lassen.

Von Annette Metz

Unterstützt wird Teiner bei dieser biologischen Art der Schädlingsbekämpfung durch die Raiffeisen Warendorf, die Agravis in Münster und die Beckumer Landwirte Andreas und Michael Willenbrink, die die Drohnentechnik anbieten.

„Seit zehn Jahren richtet der Maiszünsler große Schäden an“, erklärt Dirk Steltig, Raiffeisen Warendorf. Seit fünf Jahren sammelt die Genossenschaft Erfahrungen mit Schlupfwespen. „Die Landwirte müssen zu den Nützlingen erst einmal Vertrauen sammeln“, schmunzelt Steltig. Schließlich könne man nicht gleich sehen, ob es funktioniert. In diesem Jahr wurden im Kreis Warendorf rund 500 Hektar Mais mit der Wespe behandelt, ergänzt Reinhold Wintergalen von der Agravis.

Andreas Teiner setzt dieses Vertrauen nun in die mikroskopischen kleinen Wespen, die die Eier des Zünslers vernichten. Zum ersten Mal. In jeder kleinen Kugel, die die Drohne alle zehn Meter fallen lässt, sind 2200 Wespen. 100 Kugeln werden pro Hektar benötigt. Jetzt hofft Teiner, dass die kleinen Insekten ihren Job machen.

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