Veranstaltung im Landgestüt ausvekauft
Hollywoodreife Symphonie der Hengste

Warendorf -

Das war wieder einmal eine einzigartige Mischung: Edle Pferde tanzten zu schöner Musik. Klar, die Rede ist von der Symphonie der Hengste. Am Freitag und Samstag lud das Landgestüt Warendorf zum alljährlichen Event.

Sonntag, 12.08.2018, 13:39 Uhr

Veranstaltung im Landgestüt ausvekauft: Hollywoodreife Symphonie der Hengste
Am Freitag und samstagabend fand im Landgestüt Warendorf die Symphonie der Hengste Stadt. Foto: Jonas Wiening

Die Vierbeiner ersetzten in eindrucksvollen Quadrillen, beim Pas de Deux, am langen Zügel an der Hand und vor dem Traberwagen vorbildlich zweibeinige Balletttänzer, die üblicherweise die Partner der Kölner Symphoniker sind. Allein über 2500 Besucher erlebten am Samstag ein gut aufgelegtes Orchester um Dirigentin Inga Hilsberg, die witzig und charmant durchs Programm führte, die Filmklassiker erläuterte und dem Publikum augenzwinkernd ersparte, als Batman im Overall durch das Viereck zu fliegen. Sogar ein Geburtstagsständchen für ein Orchestermitglied gab es. Und die exakt 2522 Zuschauer stimmten in Happy Birthday mit ein.

Spontane Stehplatz-Tickets

Um die teilweise von weither angereisten Pferdefreunde, die kein Ticket mehr ergattern konnten, nicht zu enttäuschen, entschieden sich die Veranstalter spontan dazu, noch Stehplatzkarten zu verkaufen. Die „20th-Century-Fox-Fanfare“ ertönte – Auftakt für die Symphonie der Hengste. In diesem Jahr unter dem Motto „A Movie Symphony“.

Die Symphonie der Hengste 2018

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Jahrelang spielten die verschiedenen Orchester ihr klassisches Programm. 2017 wurde der Symphonie der Hengste erstmals ein moderneres Gesicht verliehen. Das kam ei den Besuchern so gut an, dass Veranstalter Markus Vedder bei dieser Musik blieb. Die Kölner Symphoniker spielten die Titelmelodien der ganz großen Filmklassiker. Passend dazu zeigten die Hengste des Landgestüts ihr Können. Zur Musik von „Superman“ präsentierte sich die Kaltblutquadrille, zu „Pink Panther“ waren es die Aktionstraber.

Zur Titelmelodie von „Fluch der Karibik“ wurde die „Fahrschule“ präsentiert. Dabei werden die Hengste aus dem Sattel gesteuert und die Gespanne, bestehend aus Warm- und Kaltblütern, gehen voreinander. Großen Beifall bekam auch das Quartett, bei dem vier Warmblüter ihre erlernten Dressurfähigkeiten unter Beweis stellten. John Williams Musik aus dem Film „Indiana Jones – Jäger des verlorenen Schatzes“ passte hervorragend zu der Darbietung.

Drei Fragen an...

Seit Anfang des  Jahres hat das Warendorfer Landgestüt eine neue Leiterin. Die Juristin Kristina Ankerhold, zuvor Steuerfahnderin im Finanzamt Bochum, hat die Leitung übernommen. WN-Mitarbeiter Jonas Wiening hat mit ihr nach der Symphonie der Hengste gesprochen.

Ihre erste Symphonie der Hengste als Gestütsleiterin – wie hat es Ihnen gefallen?

Ankerhold: Sehr gut! Alles hat einwandfrei geklappt, die Musik war super, das Wetter hat mitgespielt, wir waren ein tolles Team!

Was war für Sie der Höhepunkt im Programmablauf?

Ankerhold: Also bei den Pferden waren es die Spezialisten. Ansonsten kommt es darauf an. Das Zusammenspiel aus Pferd und Musik muss wirken.

Wie steht es um die Zukunft der Symphonie der Hengste?

Ankerhold: Das müssen Sie am besten Markus Vedder fragen, er ist der Veranstalter. Wir müssen schauen, dass das Landgestüt zukunftsträchtig aufgestellt ist. Und da spielen natürlich auch die Finanzen eine wichtige Rolle. Wir bräuchten noch mehr Sponsoren. Das kann auch gerne als Aufruf verstanden werden!

...

Wettergott war wohlgesonnen

Mit späterer Stunde und der einsetzenden Dunkelheit kam auch die tolle Beleuchtung zur Geltung. Nicht nur die Bühne und Veranstaltungsplatz, sondern auch das Rondell, in dem die Zuschauer während der Pause sowie vor und nach dem Event verweilen konnten, war in farbiges Licht getaucht.

Nachdem es im vergangenen Jahr ohne Unterlass geregnet hatte, war der Wettergott den Pferden, Reitern und Besuchern dieses mal wohlgesonnen. Angenehme Temperaturen und trockenes Wetter machten die Symphonie der Hengste, die stilvoll mit der Musik aus „Star Wars“ und der Großen Quadrille endete, zu einem einzigartigen Erlebnis.

Die Kombination aus Orchester und „tanzenden“ Pferden findet sich so eben nur in Warendorf. Noch steht nicht fest, ob es im nächsten Jahr wieder eine Symphonie der Hengste gibt. Veranstalter Markus Vedder will sich in den nächsten Wochen mit Gestütsleiterin Kristina Ankerhold zusammensetzen und über die Möglichkeiten einer weiteren Zusammenarbeit sprechen. Für das Image des Landgestüts, die Stadt Warendorf und besonders die Hotellerie, wäre eine Weiterführung der Veranstaltung sicherlich nur förderlich.

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