Fr., 03.01.2014

Grüne zeichnen regenerativste Kommune im Kreis Coesfeld aus / Rosendahl als einziger Ort energieautark Billerbeck ist beim Ökostrom vorne

Kreis Coesfeld. Billerbeck hat die Nase vorn beim Ökostrom. Sie ist die regnerativste Kommune mit dem höchsten prozentualen Zuwachs an Ökostrom im Vergleich zum Vorjahr, wie aus einem Vergleich der Energiedaten der Kreis-Grünen hervorgeht. Sie zeichnen seit 2009 jedes Jahr die regenerativste Kommune im Kreis Coesfeld aus. Top-Ökostrom-Kommune ist aber Rosendahl: nach wie vor die einzige Kommune im Kreis, die Energieautarkie erreicht hat – es wird also selber mehr Öko-Strom produziert als verbraucht. Der Ökostrom-Anteil – vorwiegend mit Windenergie erzeugt – lag in Rosendahl 2012 bei 113,58 Prozent (Vorjahr: 108,2 Prozent).

Von Viola ter Horst

Allerdings kann Billerbeck einen wesentlich höheren Zuwachs (9,79 Prozent) gegenüber dem Vorjahr vorweisen und gewinnt damit nach 2010 zum zweiten Mal den Titel „Regenerativste Kommune im Kreis Coesfeld“. Einen ähnlich hohen Zuwachs (9,20 Prozent) erreicht Nordkirchen und belegt damit den zweiten Platz. Auf den dritten Platz mit 6,54 Prozent Zuwachs ist Olfen. Insgesamt kommt der Kreis Coesfeld auf einen Anteil von 38 Prozent selbst erzeugtem Ökostrom. Das sind 351,6 Mio. kWh Strom, der aus Windkraft, Fotovoltaik, Wasserkraft oder Biogas erzeugt werden. „Damit kann sich der Kreis Coesfeld sehen lassen“, findet Dr. Wilhelm Kraneburg von den Grünen, der die Daten ermittelt hat. Trotzdem bestehe für Euphorie kein Grund. „Die Rahmenbedingungen für den weiteren Ausbau regenerativer Stromerzeugungsanlagen werden zunehmend schlechter“, so Kraneburg. Dass der Anteil an Ökostrom im Kreis Coesfeld verglichen mit dem bundesweiten Schnitt höher ist, liegt aus Sicht von Kraneburg in der Natur der Sache. „Regenerative Energie kann überwiegend ja nur im ländlichen Raum produziert werden.“

Kraneburg kritisiert, dass die Kreisverwaltung das Ziel, energieautark zu werden, nicht ehrgeizig genug verfolge. „Der Landrat könnte zum Beispiel so etwas wie einen Runden Tisch für interessierte Bürger einrichten“, sagt er.

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