Di., 24.05.2016

Polizei ermittelt nach Anzeige wegen Jagdwilderei Naturschützer entsetzt: Rund 30 getötete Nonnengänse

Polizei ermittelt nach Anzeige wegen Jagdwilderei : Naturschützer entsetzt: Rund 30 getötete Nonnengänse

Tote Küken: Auf einer Wiese im Welter Bach bot sich für Naturschützer ein schauderliches Bild. Foto: az

Kreis Coesfeld (vth). Schon wieder Ärger im Welter Bach zwischen Coesfeld und Dülmen. Martin Groß vom BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland), der das Naturschutzgebiet Welter Bach betreut, hat in unmittelbarer Nachbarschaft rund 30 getötete Nonnengänse gefunden. Sowohl Jungtiere als auch Eltern.

Von Viola ter Horst

Groß hat Anzeige bei der Polizei erstattet. „Entsetzlich“, sagt er. Nonnegänse zählen zu den nicht jagbaren Arten. „Und generell ist es natürlich nicht erlaubt, Eltern mit Jungtieren zu bejagen“, sagt Groß. Die Naturschützer haben zwei Jagdhunde beobachtet, berichtet er. „Die gerissenen Gänse habe ich in ein Labor gegeben“, sagt er. Die Polizei ermittelt nun wegen Jagdwilderei. Schon öfter gab es im Welter Bach Ärger (wir berichteten). Ein Eigentümer hat für sein Grundstück die Genehmigung bekommen, dass dort nicht mehr gejagt werden darf – eines der ersten Grundstücke im Kreis Coesfeld. Direkt nebenan passierte es nun. „Wir haben noch im befriedeten Gebiet vor unserem Schutzzaun getötete Küken gefunden“, sagt Groß.

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