Mi., 25.05.2016

Der bekannte Kabarettist zeigt Bilder von Reisen in ferne Länder in der Kolvenburg Dieter Nuhr fotografiert auch

Der bekannte Kabarettist zeigt Bilder von Reisen in ferne Länder in der Kolvenburg : Dieter Nuhr fotografiert auch

Die Welt im Reisen erfahren: Ein Foto von Dieter Nuhr mit dem Titel „Aserbaidschan 2013“. Foto: az

Kreis Coesfeld. Auch als Fotograf ist Dieter Nuhr im Kreis Coesfeld kein Unbekannter. Bereits im Jahr 2012 hat der preisgekrönte Kabarettist und Comedian auf Burg Vischering Fotoarbeiten ausgestellt.

Von Allgemeine Zeitung

Und nun werden vom kommenden Sonntag (29. Mai) an weitere Bilder in der Billerbecker Kolvenburg gezeigt.

Die Ausstellung „Nuhr um die Welt“ präsentiert bis zum 28. August neue Arbeiten des Künstlers. Seine Fotografien entstehen zum großen Teil auf Reisen in ferne Länder. Nuhr selbst bezeichnet sie als Dokumente seines künstlerischen Konzeptes, die Welt im Reisen zu erfahren. Ausgangspunkt sind Landschaften, die er als Orte der Erinnerung festhält. Fand er seine Motive in früheren Jahren vorwiegend in der Natur, so rücken in den letzten Jahren zunehmend Stadtlandschaften in seinen Fokus. Dabei verwandelt Nuhr, der in Ratingen lebt, mit seiner genauen Beobachtungsgabe nicht selten Eindrücke der Stadt in aussagekräftige Stillleben.

„Stets begegnet er seinen Motiven mit dem wachen Blick des Forschers, der zunächst daran interessiert ist, Strukturen zu erkennen und Regelmäßigkeiten aufzuzeigen, um im nächsten Schritt das Besondere feststellen zu können“, betont Detlef Schütt, für Kultur zuständiger Fachbereichsleiter beim Kreis Coesfeld. Das Dargestellte soll, so Nuhr im Katalog zur Ausstellung, wie etwas Exemplarisches wirken, als Teil eines Größeren, dessen Charakter es verdeutlicht. Somit gelingt es ihm, bei aller Reduktion des Bildausschnitts, eindringlich von fernen und fremden Ländern zu erzählen.

Der als Kabarettist und Comedian bekannte Nuhr – ausgezeichnet mit dem Deutschen Kleinkunstpreis (1998), dem Deutschen Comedypreis (2003) und dem Jacob-Grimm-Preis für Deutsche Sprache (2014) – absolvierte ein Studium der Geschichte und bildenden Kunst an der Universität Gesamthochschule Essen, der ehemaligen Folkwang-Schule. Neben seiner Bühnen- und Fernsehkarriere widmete er sich auch weiterhin der Malerei und zunehmend der Fotografe, die im Laufe der Jahre immer mehr zu seinem bevorzugten künstlerischen Bildmedium wurde.

Die Ausstellung wird am Sonntag (29. Mai) um 17 Uhr durch die stellvertretende Landrätin Anneliese Haselkamp eröffnet. Der Kreis Coesfeld lädt alle Interessierten ein.

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