Mi., 25.05.2016

IHK-Netzwerk-Veranstaltung bei Ernsting’s family / Ausbildungsbetriebe aus dem Kreis anwesend „Langen Atem“ haben für Flüchtlingsintegration

IHK-Netzwerk-Veranstaltung bei Ernsting’s family / Ausbildungsbetriebe aus dem Kreis anwesend : „Langen Atem“ haben für Flüchtlingsintegration

Antworten zum Thema Flüchtlingsintegration lieferten v.l. Joachim Bothe (MAMBA), Eckhardt Schwoch (Jobcenter), Susanne Lökes (Jobcenter Kreis Borken), Prof. Dr. Timm Homann (Vorsitzender der Geschäftsführung und CEO der Ernsting’s familiy Unternehmensgruppe), Remigius Kula (Ausländerbehörde Coesfeld), Karl-Joseph Verbeet (Agentur für Arbeit Coesfeld). Foto: skm

Kreis Coesfeld. Etwa 3100 zugewiesene Flüchtlinge sind zur Zeit im Kreis Coesfeld untergekommen. „Das sind unsere Arbeitskräfte von Übermorgen“, erklärte Sabine Mayer von der Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen (IHK) bei der IHK-Netzwerk-Veranstaltung „Unternehmen integrieren Flüchtlinge“.

Von Sarah Kuhlmann

50 Unternehmensvertreter aus dem Kreis Borken und Coesfeld waren der Einladung bei Ernsting’s familiy in Lette gefolgt, um sich zu informieren. „Überwiegend Ausbildungsbetriebe sind anwesend“, erklärte Sabine Mayer. Ziel sei, die Unternehmen miteinander zu vernetzen und sie näher zusammen zu bringen. „Auch die Ausbilder müssen aufgrund der Unterschiede dazu lernen. Die Unternehmen haben keine Erfahrungen mit der Integration von Flüchtlingen in Betrieben“, sagte Mayer. „Wir müssen die Flüchtlinge nicht nur ins Land integrieren, sondern auch in unsere Betriebe“, so Joachim Bothe von Münsters Aktionsprogramm für Migranten und Gleichberechtigte zur Arbeitsmarktintegration in Münster und im Münsterland (MAMBA). „Bunt zusammen gestellt“ sei die Gruppe an Flüchtlingen, was ihre Qualifikationen betreffen. „Wir brauchen einen langen Atem, aber die Motivation der Flüchtlinge ist hoch, wenn sie wissen, dass sie im Nachhinein etwas mit der Arbeit anfangen können“, sagte Bothe. „Wichtig ist, dass die Mitarbeiter mitgenommen und sensibilisiert sind. Schon ein bis zwei Flüchtlinge in den Betrieb zu integrieren, ist hilfreich.“

Vertreter vom Jobcenter, der Ausländerbehörde und der Agentur für Arbeit standen für eine Fragerunde mit dem Vorsitzenden der Geschäftsführung und CEO der Ernsting’s family Unternehmensgruppe, Prof. Dr. Timm Homann, bereit. Eine Frage, die viele Betriebe zu beschäftigen schien: Ab wann stehen die Flüchtlinge zur Unternehmensintegration bereit? „Ab Herbst“, antwortete Eckhardt Schwoch vom Jobcenter. „Vorher müssen sie Integrationskurse absolvieren, diese dauern etwa sechs Monate.“ Remigius Kula von der Ausländerbehörde betonte, dass man Flüchtlinge erst nach drei Monaten Aufenthalt beschäftigen dürfe. Auch bei Flüchtlingen sei der Mindestlohn zu zahle. Mit der Arbeitsagentur ließen sich individuelle Lösungen abstimmen.

Bei Fragen stehen das Jobcenter, die Agentur für Arbeit mit dem „Integration Point“ bereit, auch MAMBA bietet Beratungen an.

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