Di., 31.05.2016

Arbeitslosigkeit steigt im Mai im Kreis Coesfeld leicht an / Agentur-Leiter sieht aber „keine Trendwende“ Wonnemonat mit Schönheitsfehler

Kreis Coesfeld. Der Wonnemonat ist seinem Ruf diesmal nicht so ganz gerecht geworden. Wie die Agentur für Arbeit Coesfeld gestern mitteilte, stieg die Zahl der Arbeitslosen im Kreis Coesfeld im Mai von 3443 auf 3490 leicht an. Dem Plus von 47 Menschen ohne Job im Vergleich zum Vormonat steht allerdings ein Minus von 74 im Vergleich zum Mai 2015 gegenüber. Die Arbeitslosenquote liegt weiterhin bei 2,9 Prozent – das ist nach wie vor der niedrigste Wert in der gesamten Nordhälfte Deutschlands.

Von Detlef Scherle

Johann Meiners, Chef der Arbeitsagentur im Kreis Coesfeld, irritiert der leichte Anstieg im Vergleich zum Vormonat daher auch nicht. „Eine Trendwende ist darin nicht zu erkennen“, unterstrich er. Die Arbeitslosigkeit ist im Kreis Coesfeld so niedrig, da sei es „nicht unüblich, dass sich die Entwicklung von Monat zu Monat immer mal wieder unterschiedlich darstellt“, erläuterte er.

Grund zu Optimismus hat er vor allem vor dem Hintergrund der Entwicklung bei den offenen Stellen. 1124 hat die Agentur derzeit im Bestand – 329 mehr als vor einem Jahr und so viele wie noch nie zuvor. 437 neue Angebote der Arbeitgeber trudelten allein im Mai ein. Das sind 84 mehr als vor einem Jahr.

Dass sich die Entwicklung so positiv darstellt, liegt laut Meiners vor allem an der anhaltend „guten wirtschaftlichen Lage im Kreis“. Der Agentur-Leiter: „Damit besetzen wir weiterhin eine Spitzenposition.“

Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr beurteilt die Situation ähnlich: „Die Stabilität des lokalen Arbeitsmarktes, beruhend auf einem günstigen Branchenmix der überwiegend kleinen und mittleren Unternehmen, ist einer der sichersten Garanten für die gleichbleibend niedrige Arbeitslosenquote im Kreis Coesfeld“, heißt es in seiner Stellungnahme zu den aktuellen Arbeitslosenzahlen. Er zeigt sich zuversichtlich, „dass diese wirtschaftlichen Stärken der Unternehmen im Kreis Coesfeld auch weiterhin für zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeiten für arbeitslose Menschen offen stehen“.

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