Mi., 19.10.2016

Kreis Coesfeld Teenager im Kreis keine Vorsorge-Muffel

Kreis Coesfeld (ds). Bundesweit nehmen nur 47 Prozent der 13 oder 14-Jährigen – das heißt: nicht einmal jeder Zweite – an der J1-Gesundheitsuntersuchung teil. Das hat eine Studie des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland ergeben. Die Teenager im Kreis Coesfeld scheinen aber keine ganz so großen Untersuchungs-Muffel zu sein. Sie kommen bei der Stichprobe aus dem Jahr 2014 auf 56,24 Prozent, berichtete Sprecherin Barbara Ritzert auf Nachfrage unserer Zeitung. Die Jungen hatten dabei nach ihren Angaben mit 56,28 Prozent sogar einen hauchdünnen Vorsprung vor den Mädchen (56,19 Prozent). Die Entwicklung sei bei uns sehr positiv, meinte sie. Denn zwei Jahre zuvor sei auch im Kreis Coesfeld nur eine Quote von 41,76 Prozent ermittelt worden. Der Check-up J1, den Haus- und Kinderärzte durchführen, soll dazu beitragen, körperliche und psychische Probleme von Jugendlichen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Deshalb freuen sich auch die Verantwortlichen im Kreisgesundheitsamt über den positiven Trend. Wie ist der Erfolg zu erklären? „Das heften wir uns nicht an die eigene Brust“, verweist Kreis-Sprecher Alois Bosman auf „großes Engagement der Ärzte im Kreis Coesfeld“. Viele schrieben ihre jungen Patienten direkt an, um sie auf die wichtige Vorsorgeuntersuchung aufmerksam zu machen. Ein anderer Grund sei wohl auch, dass die Eltern im Kreis Coesfeld aufmerksamer als in anderen Regionen darauf achteten, dass ihre Kinder zur Vorsorge gehen.

Von Detlef Scherle
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